Namens der SP beantragte Co-Fraktionschef Dieter Egli, die Leistungsanalyse der Regierung, die zum Sparpaket für die kommenden Jahre führt, und die damit einhergehenden Einsparungen von bis 120 Millionen Franken jährlich, abzulehnen. Er geisselte die Regierung, die „während Jahren eine völlig falsche und unvernünftige, weil antizyklische Steuerpolitik betrieben und ungerechtfertigte Steuergeschenke verteilt." Die daraus resultierenden Defizite wolle man mit einem Sparpaket verschwinden lassen, das zu einer Leistungsanalyse „schöngeredet" werde. Der Aargau werde nie zum Hightech-Kanton, wenn man die Kinder schon beim Bildungseinstieg scheitern lasse, redete sich Egli weiter in Rage.

Hürzeler: Bildungsausgaben steigen

Die Bürgerlichen verzichteten darauf, Egli zu antworten. Landammann Alex Hürzeler liess aber den Vorwurf eines Kahlschlags nicht auf sich sitzen. Der Aargau sei bereit, auch in Berücksichtigung der Massnahmen der Leistungsanalyse (Sparpaket), weiterhin einen überdurchschnittlichen Anteil am gesamten Staatshaushalt für die Bildung zu investieren, sagte Hürzeler. So sollen die Bildungsausgaben von 1,27 im Jahr 2013 auf 1,37 Milliarden Franken im Jahr 2017 erhöht werden.

Finanzdirektor Roland Brogli verteidigte seinerseits die Leistungsanalyse. Die Schuldenbremse verlange diese. Auch die Verfassung halte die Regierung zu einer Leistungsanalyse an. Der Rat wies Eglis Antrag mit 81:35 Stimmen deutlich ab.

Erfolg fürs Fricktal

Einen Erfolg konnte dafür Roland Agustoni (GLP/Rheinfelden) verbuchen. Er wehrte sich gegen den beantragten Austritt aus dem Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB). So ein Austritt wäre für das Fricktal „ein bedeutender Rückschritt und würde uns von wichtigen Planungsabstimmungen und wirtschaftlichen Entwicklungsentscheiden ausschliessen", mahnte Agustoni. Ein Nein zum TEB würde gar denen, die von einem Kanton Nordwestschweiz schwärmen, zusätzliche Motivation verleihen, warnte Agustoni. Er wurde erhört, der Austritt aus dem TEB findet nicht statt.

SP und Grüne beantragten, auf die vorgesehene Reduktion bei Krisenassistenzen in der Schule, und die Staffelung der Zusatzlektionen zu verzichten sowie die Schulleitungen zu stärken, statt zu schwächen. Bildungsdirektor Alex Hürzeler widersprach. Es gehe nur um einen reduzierten Aufbau neuer Angebote, nicht um eine Reduktion.

Elisabeth Burgener (SP/Gipf-Oberfrick) und Eva Eliassen (Grüne/Turgi) beantragten auch vergeblich, auf Reduktionen bei den Berufsfachschulen zu verzichten.