Aargauer in Fukushima

SP-Nationalrat Max Chopard reiste nach Fukushima

SP-Nationalrat Max Chopard reiste nach Fukushima

SP-Nationalrat Max Chopard reiste nach Fukushima

SP-Nationalrat Max Chopard beschäftigt sich seit je um erneuerbare Energien. Betroffen machte ihn auch das AKW-Unglück in Fukushima vor zwei Jahren. Nun reiste der Aargauer Parlamentarier nach Japan und sah schockierende Bilder.

Japanische Arbeiter füllen wenige Kilometer vor Fukushima radioaktiv verstrahlten Humus in Abfallsäcke ab – tonnenweise.

Diese Bilder kam der SP-Nationalrat auf seiner Reise nach Fukushima zu sehen. Bilder, die dem SP-Nationalrat nicht mehr aus dem Kopf gehen: «Ich konnte das kaum glauben. Wir diskutieren weltweit über Tiefenlager und diskutieren über die sichere Entsorgung von radioaktivem Material. Wir wissen, dass wir dieses belastete Material gut und sicher verwahren müssen, aber wir haben noch keine Lösung. Und dann sieht man in Japan solche Bilder», sagt Chopard im Gespräch mit Tele M1.

SP-Nationalrat Max Chopard reiste nach Fukushima

SP-Nationalrat Max Chopard reiste nach Fukushima

Max Chopard reiste von Tokio her der Küste entlang bis zur Sperrzone nach Tomioka – lediglich zehn Kilometer von Fukushima entfernt.

Dort hatte der Aargauer Parlamentarier selber Messungen durchgeführt. Er bekam vor Ort ein mulmiges Gefühl bei der Höhe der Strahlenbelastung.

Umso erschreckender findet Chopard, dass die Regierung vor Ort einige der stillgelegten Atomkraftwerke wieder hochfahren möchte. «Das kann ich nicht verstehen, vor allem, wenn man das Ausmass der Zerstörung vor Ort gesehen hat», so Chopard weiter.

Chopard konnte während seines Aufenthaltes mit betroffenen Japanern über ihr Leben sprechen. «Die Leute machen sich grosse Sorgen um die Ernährung, um ihre Kinder», sagt Chopard und ergänzt: «Ihnen wird ein Stück Kindheit gestohlen. Sie können sich nicht mehr unbeschwert in der Natur aufhalten, sie dürfen nicht im Sandkasten sitzen, keinen Dreck in den Mund nehmen. Und es ist auch nicht gut, wenn die Kinder zu lange auf einer belasteten Wiese Fussballspielen.»

Die Reise habe Chopard in seiner Meinung bestärkt, dass die Schweiz auf alternative Energien setzen müsse. (az)

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