2. Wahlgang Regierungsrat

SP-Kandidatin Yvonne Feri: «Ich bin enttäuscht und sehr erstaunt»

Yvonne Feri: «Jetzt bin ich gespannt, ob die SVP mit Frau Roth die schwierigen Dossiers in den Griff bekommen wird.»

Yvonne Feri: «Jetzt bin ich gespannt, ob die SVP mit Frau Roth die schwierigen Dossiers in den Griff bekommen wird.»

Im ersten Wahlgang war es noch ganz knapp. Jetzt holte SP-Kandidatin Yvonne Feri ganze 10'000 Stimmen weniger als SVP-Kandidatin Franzsika Roth (61'160 Stimmen).

Franziska Roth ist damit neue Aargauer Regierungsrätin. BDP-Kandidatin Maya Bally landete mit 39'788 Stimmen auf Platz drei.

In einer ersten kurzen Stellungnahme gegenüber «Tele M1» sagte die Zweitplatzierte Yvonne Feri (51'344 Stimmen): «Ich bin gerade etwas enttäuscht und sehr erstaunt, dass Frau Roth doch 10'000 Stimmen mehr gemacht hat als ich selbst.»

SP-Kandidatin Yvonne Feri in einer ersten Stellungnahme: «Das ist ein Achtungsresultat»

SP-Kandidatin Yvonne Feri in einer ersten Stellungnahme: «Das ist ein Achtungsresultat»

Für Feri ist der zweite Platz «ein Achtungsresultat» – und darüber sei sie doch «sehr glücklich».

Jetzt sei sie gespannt, «ob die SVP mit Frau Roth die schwierigen Dossiers in den Griff bekommen wird.»

CVP mit «komischer Rolle»

Die Gründe für ihr Scheitern kann Yvonne Feri erst erahnen. Die Ausgangslage im zweiten Wahlgang sei aber eine ganz andere gewesen: «Frau Roth hatte auch die Unterstützung der FDP und die CVP hat eine komische Rolle gespielt, indem sie Stimmfreigabe gegeben hat. Zudem sind sicher ein Teil der Stimmen an Frau Bally gegangen.»

Bally: «Gelassen sehe ich das nicht»

BDP-Kandidatin Maya Bally landete bereits nach Auszählung der ersten Gemeinden auf Platz drei hinter Roth und Feri.

«Gelassen sehe ich das selbstverständlich nicht», sagte die Regierungsratskandidatin in einem Interview mit «Tele M1» am Wahlsonntag – noch vor Bekanntgabe der definitiven Resultate.

«Gelassen sehe ich das nicht»

«Gelassen sehe ich das nicht»

Die Aargauer Regierungsratskandidatin Maya Bally (BDP) am Wahlsonntag vor Bekanntgabe der definitiven Resultate über SVP-Hochburgen, Zuspruch in der Stadt und «wüste Bemerkungen» auf dem Land. 

Denn die ersten Resultate seien vor allem aus ländlichen Gemeinden gekommen, die laut Bally «SVP-Hochburgen» sind. Für die BDP-Politikerin zu diesem Zeitpunkt noch ein Grund zur Hoffnung. «Es ist immer noch eine Chance da.»

Auch Ballys Wohngemeinde wählte Roth

Selbst in ihrer Wohngemeinde Hendschiken liegt die BDP-Kandidatin hinter SVP-Kandidatin Franziska Roth.

Erst in die Reithalle, danach auf einen Kaffee mit dem Mann: So startete BDP-Kandidatin Maya Bally den Wahlsonntag.

Erst in die Reithalle, danach auf einen Kaffee mit dem Mann: So startete BDP-Kandidatin Maya Bally den Wahlsonntag.

Enttäuschend ist das für Maya Bally nicht. Sie kenne ja bereits ihre Resultate von den Grossratswahlen, sagt sie im Interview. «Ich weiss, dass ich in einer SVP-Gemeinde wohne.»

«Überrascht» hätte es sie, wenn diese Wähler plötzlich eine BDP-Kandidatin gewählt hätten. (smo)

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