Die drei Kantonalparteien SP, CVP und BDP haben ihre Parolen für den 9. Februar beschlossen. Die Finanzierung und der Ausbau der Bahninfrastruktur – kurz Fabi – ist kaum bestritten. Alle drei Aargauer Parteien sagen deutlich Ja, die CVP bei zwei Enthaltungen, die BDP mit nur einer Gegenstimme.

Bei der Volksinitiative der SVP gegen die Masseinwanderung fassten die SP und die CVP Nein-Parolen. Bei der CVP gab es nach Referaten dafür und dagegen unter der Leitung von Grossrätin Marianne Binder eine intensive Diskussion. SVP-Nationalrat Hans Kaufmann und CVP-Nationalrat Gerhard Pfister kreuzten die Klingen für und gegen die Initiative. Die Alternative zu weniger Einwanderung heisse nicht weniger Ausländern, sondern weniger Wohlstand. Fazit bei der CVP Aargau: 75 Nein, 5 Ja, bei 2 Enthaltungen.

Die BDP ist empört «über das Zünseln der SVP an der wirtschaftlichen Zukunft.» «Die Schweiz hat kein Zuwanderungsproblem, die Zuwanderung steigt und fällt stets konjunkturbedingt», schreibt die BDP. Von ihr wird darum die SVP-Initiative «einstimmig und entschieden abgelehnt».

Auch die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» wird von den drei Aargauer Parteien abgelehnt: Die SP sagt Nein, die CVP ebenfalls, mit 78 zu einer Stimme, bei 2 Enthaltungen. Die BDP beschloss nach der Empfehlung durch Nationalrat Bernhard Guhl «ein deutliches Nein».