Nationalratswahl

SP-Chopard nach Abwahl: «Es tut mir leid für die Partei»

Max Chopard, SP: "Es ist eine Enttäuschung - aber jemanden muss es treffen, wenn eine Partei einen Sitz verliert."

Max Chopard, SP: "Es ist eine Enttäuschung - aber jemanden muss es treffen, wenn eine Partei einen Sitz verliert."

Er ist dem Rechtsrutsch im Aargau zum Opfer fallen: Weil die SP einen Sitz verliert, wird Max Chopard abgewählt. Ihm erging es gleich wie seinem Vater vor 26 Jahren.

Max Chopard aus Obersiggenthal ist der einzige abgewählte Nationalrat im Aargau und ist damit dem Rechtsrutsch im Kanton zum Opfer gefallen: Weil die SP nur noch zwei statt drei Sitze hat, verliert der drittplätzierte hinter Yvonne Feri und Cédric Wermuth seinen Sitz im Nationalrat. Er nimmt es gelassen: "Das ist ein Restrisiko bei Wahlen, das man nicht gewählt werden kann." Für ihn persönlich sei es aber eine Enttäuschung, wie er gegenüber Tele M1 sagt. Und: "Es tut mir leid für die Partei." 

Max Chopard wird abgewählt.

Max Chopard wird abgewählt.

Die Partei hätte ein bisschen Pech gehabt, analysiert er, weil die SP zwar mehr Wählerstimmen als die FDP hätte, aber trotzdem einen Sitz weniger. "Das ist eine komische Geschichte." Zu tun hat dies mit den Listenverbindungen, welche die FDP mit den drei bürgerlichen Parteien SVP, FDP und EDU eingegangen ist.

Nationalratswahlen 2015 im Aargau_Kuchendiagramm

Bereits seinem gleichnamigem Vater ist dasselbe Schicksal erheilt, er wurde 1989 nach 18 Jahren im Nationalrat nicht mehr wiedergewählt. "Ich glaube nicht, dass das ein Familienfluch ist", sagt sein Sohn. 

NR AG 2015

Wie gehts nun nach der Abwahl beruflich weiter? Er sei schon immer ein Milizparlamentarier gewesen, sagt der Projektleiter in der Umweltarena in Spreitenbach. Er werde nun auch etwas mehr Zeit haben, um mit seiner Frau mehr zu unternehmen. "Die Abwahl hat immer zwei Seiten." (fam)

So haben die Aargauer und Aargauerinnen in den letzten 32 Jahren gewählt

Verteilung der Aargauer Nationalratssitze in den letzten 32 Jahren

Die SVP hat mit 40 Prozent Wähleranteil im Aargau eine neue Rekordmarke aufgestellt – hier sehen Sie, in welchen Gemeinden sie dominiert und wo sie «schwächelt». In Ennetbaden hat sie mit nur 16,38 Prozent am wenigsten Stimmen geholt:

Nationalratswahlen 2015 im Aargau SVP-Karte

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