Ständeratswahlen

SP-Bruderer unterstützt CVP-Humbel im zweiten Wahlgang nicht

Pascale Bruderer (l.) und Ruth Humbel.

Pascale Bruderer (l.) und Ruth Humbel.

Während sich ihre Partei für CVP-Kandidatin Ruth Humbel ausspricht, hält sich SP-Ständerätin Pascale Bruderer mit einer Wahlempfehlung zurück.

«Als künftige Kollegin werde ich mich persönlich nicht zugunsten einer der drei Kandidaturen aussprechen», sagt sie. «Ich habe aber Verständnis dafür, dass die SP Ruth Humbel unterstützt. Sie hat sich stark als lösungsorientierte und kompetente Kraft hervorgetan. Das ist wichtig, um mehrheitsfähige Lösungen zu finden.» Für sie persönlich sei wichtig, dass die beiden Aargauer Vertreter im Interesse des Kantons zusammenarbeiten können – «und das traue ich allen zu».

Dabei hätte eine Empfehlung von Bruderer für den zweiten Wahlgang durchaus Gewicht: Sie sammelte für ihre Wiederwahl knapp 105'000 Stimmen – weit über das linke Lager hinaus. Ihr Name stand auf über der Hälfte der eingelegten Wahlzettel. Damit zählt sie zu den schweizweit am besten gewählten Politikerinnen. Zwar hat SVP-Nationalrat Roger Köppel mehr Stimmen geholt (178'000), dies allerdings im deutlich grösseren Kanton Zürich, wo mehr als doppelt so viele Wahlzettel eingegangen sind wie im Aargau. Zudem konnte Köppel auf kumulierte Stimmen zählen, von denen es für Bruderer im Ständeratswahlkampf keine gab. (Mbü)

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