Der Schritt, den das Traditionsunternehmen ABB am Montag angekündigt habe, sei «ungeheuerlich», schreibt die SP Aargau in einer Medienmitteilung. Die ABB verkaufe mit der Stromnetzsparte ohne Not ihr eigentliches Kerngeschäft, in dem über ein Drittel ihrer Angestellten arbeite.

Gabriela Suter, Präsidentin der SP Aargau, ist überzeugt:«Dass der Erlös aus dem Verkauf allein an die Aktionäre gehen soll, ist skandalös. Dieses Geld wird richtiggehend verbrannt, es bringt dem Unternehmen und der Volkswirtschaft überhaupt nichts mehr.»

Wer in dem Verkauf eine Chance sehe, sei blauäugig, meint SP-Fraktionspräsident Dieter Egli: „Hier wird ein Unternehmen bewusst ausgehöhlt und seiner Zukunft beraubt, allein, um den Aktionären einen kurzfristigen Gewinn zu bescheren."

Was mit den Angestellten passiere, interessiere die Verantwortlichen "einen Deut". Die 2800 Mitarbeitenden, die in der Schweiz und im Aargau betroffen seien, würden mit dem Verkauf in jahrelange Unsicherheit geworfen, kritisiert Egli. Denn der neue Besitzer gebe keine Jobgarantien.

Die SP warnt: In einigen Jahren werde man feststellen, dass "in diesen Tagen einem Traditionsunternehmen im Aargau der Todesstoss versetzt wurde".