Berikon
Sozialschmarotzer gewinnt Rechtstreit: Berikon muss Sozialhilfegelder nachzahlen

Als frechster Sozialhilfebezüger wurde ein 24-Jähriger schweizweit bekannt. Bis vor Bundesgericht wehrte sich der Mann, als ihm die Sozialhilfe gestrichen wurde. Nun kam es zu einem Vergleich: Berikon muss das Sozialhilfegeld nachzahlen.

Merken
Drucken
Teilen
Der Beriker Sozialhilfebezüger gewinnt Rechtstreit und bekommt Geld

Der Beriker Sozialhilfebezüger gewinnt Rechtstreit und bekommt Geld

Tele M1

Der Fall des arbeitsscheuen Sozialhilfebezügers Beat hat die Schweiz monatelang in Atem gehalten. Der junge Mann sagte zwar, er würde schon arbeiten "aber nur im Sitzen".

Weil sich der junge Mann jedoch derart renitent verhielt und gemeinnützige Arbeit verweigerte, drehte ihm die Gemeinde im November 2011 den Geldhahn zu.

Dagegen klagte Beat bis vor Bundesgericht - und bekam Recht. Entschieden die Richter in Lausanne doch, dass die Gemeinde Berikon dem jungen Mann rückwirkend Sozialhilfe in der Höhe von 25000 Franken bezahlen müssen.

Die Gemeinde wehrte sich den Betrag einfach so auszuzahlen, sie verlangte Belege über den Lebensunterhalt des Mannen in der fraglichen Zeit.

Damit ging der Streit in eine zweite Runde, weil sich Beat wiederum weigerte der Gemeinde die verlangten Belege über seinen Lebensunterhalt einzureichen.

Wieviel Geld bezahlt wird ist unklar

Jetzt haben die Parteien vor dem Aargauer Verwaltungsgericht einen Deal ausgehandelt. Das berichtet der SonntagsBlick. Das heisst: Beat wird rückwirkend einen Teil der Sozialhilfe erhalten.

Über die Höhe der Zahlung haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Das bringt den Beriker SVP-Politiker Gregor Biffiger (53) auf die Palme.

Gegenüber «SonntagsBlick» sagt er: «Die Steuerzahler haben ein Anrecht zu erfahren, wieviel die Gemeinde dem Mann aus welchen Gründen nachgezahlt hat».

Der Sozialhilfebezüger ist unterdessen aus Berikon weggezogen. (az)