Aarburg oder Spreitenbach – beide Gemeinden weisen die höchsten Sozialhilfequoten im Kanton aus. Den letzten Platz hat mit 6,1 Prozent nun wieder Aarburg inne, vor Spreitenbach (5,3 Prozent) und Rümikon (5,2 Prozent). Im Jahr davor war Spreitenbach das Schlusslicht gewesen.   

Infogram: Höchste Quote 2017

Die Sozialhilfequote im Kanton Aargau ist im vergangenen Jahr gegenüber 2016 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent leicht angestiegen. Damit liegt der Kanton Aargau aber immer noch deutlich unter der gesamtschweizerischen Quote, die 2016 3,3 Prozent betragen hatte.

Kaum eine Sozialhilfequote haben 25 Gemeinden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird die Sozialhilfequote in Gemeinden mit ein bis vier Dossiers nicht angegeben. Das ist hier der Fall:

  • Abtwil
  • Ammerswil
  • Baldingen
  • Birrwil
  • Büttikon
  • Effingen
  • Fisibach
  • Freienwil
  • Habsburg
  • Hellikon
  • Islisberg
  • Kallern
  • Kirchleerau
  • Leutwil
  • Mellikon
  • Obermumpf
  • Olsberg
  • Rottenschwil
  • Scherz
  • Schmiedrued
  • Schupfart
  • Thalheim
  • Uezwil
  • Unterlunkhofen
  • Wislikofen

Mit 0,3 Prozent Sozialhilfequote weist Oberwil-Lieli den tiefsten Wert jener Gemeinden aus, die unter ein Prozent liegen. Auf den Plätzen folgen Schneisingen sowie die Gemeinden Beinwil, Boniswil, Gansingen, Oberrüti, Seengen, Vordemwald und Wallbach.

Infogram: Sozialhilfequote 2017: Diese Gemeinden liegen unter 1%

Leidtragende Frauen

Armut ist weiblich, das zeigt die Statistik des Kantons Aargau erneut. So war die Zahl der Frauen, die trotz Job Sozialhilfe beziehen mit 1239 Fällen fast doppelt so hoch wie jene der Männer (734).

Die Frauen arbeiteten im Vergleich zu Männern weniger Vollzeit und mehr Teilzeit - "was für die Situation von Alleinerzieherinnen typisch ist". Insgesamt bezieht jeder fünfte Alleinerziehenden-Haushalt Sozialhilfe.

Wenig verwundert: Viele Sozialhilfebeziehende haben keine berufliche Ausbildung. Rund ein Drittel der unterstützten Personen hat nach der obligatorischen Schulzeit keine weitere Ausbildung genossen (Gesamtbevölkerung: rund 12 Prozent). Mit zunehmender Ausbildungsdauer dreht sich dieses Verhältnis tendenziell: Nur 3,2 Prozent der Beziehenden hatten 2017 einen Abschluss der Tertiärstufe, in der Gesamtbevölkerung waren es über 40 Prozent.