Sozialhilfe

«Sozialdetektive» bereits in 100 Aargauer Gemeinden unterwegs

Sozialdetektive sind bereits in 100 Aargauer Gemeinden tätig. (Symbolbild)

Sozialdetektive sind bereits in 100 Aargauer Gemeinden tätig. (Symbolbild)

Die «Sozialdetektive» überprüfen nun schon in 100 Aargauer Gemeinden Sozialhilfegesuche auf ihre Korrektheit. Sie kontrollieren nicht vergebens. Pro Monat sparen Gemeinden rund 40000 Franken. Die Missbrauchsquote ist aber tief.

Die «Sozialdetektive», die der Kantonale Sozialdienst lieber Aussendienst nennt, haben im Jahr 2011 insgesamt 1400 Fälle vor Ort überprüft. Die monatlichen Einsparungen werden auf 40'000 Franken geschätzt.

Der Aussendienst besteht schon seit 2007. Das Pilotprojekt wurde damals mit 5 Gemeinden gestartet, ehe es auf den ganzen Kanton ausgeweitet wurde. Mit Rüfenach ist per 1. September nun schon 100. Gemeinde in den Aussendienst aufgenommen worden. Aktuell repräsentieren diese 100 Gemeinden insgesamt 319'081 Einwohnerinnen und Einwohner und damit rund 5200 Sozialfälle.

Die meisten Gesuche sind richtig ausgefüllt

Bei 97 von 100 Gesuchen um Sozialhilfe sind die Angaben korrekt. Das bestätigen die Zahlen aus dem Jahr 2011. So musste nur in 39 Fällen (3 Prozent der überprüften Fälle) die Unterstützung angepasst werden.

«Die Höhe der geschätzten monatlichen Einsparungen entspricht immerhin knapp dem Wert eines Kilobarrens Gold», sagt der Kanton. Ausserdem ist die Gewissheit, dass die Angaben überprüft und richtig sind, nicht nur für die Gemeinden wichtig. Auch Klientinnen und Klienten ist dies ein Anliegen.

In 99 von 100 Fällen werden Prüfer hereingelassen

Die «Sozialdetektive» stossen überall auf eine hohe Akzeptanz, weil sie nicht verdeckt operieren. Die Hausbesuche sind zwar unangemeldet, doch die Gesuchstellenden sind immer anwesend. Durch die anschliessenden Befragungen wissen sie, was kontrolliert wird. Es erstaunt deshalb nicht, dass den Aussendienstmitarbeitenden in 99 von 100 Fällen der Einlass gewährt wird. (msu)

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