Für einmal hatte der Bundesrat gute Neuigkeiten parat. Die Prämien für junge Erwachsene sinken im Schnitt um 15,6 Prozent. Im Aargau sinken die Prämien für diese Alterskategorie sogar noch stärker, um 16,2 Prozent. Das heisst, Personen zwischen 19 und 25 Jahren zahlen im nächsten Jahr durchschnittlich 48,2 Franken weniger pro Monat. Anstatt 299,3 noch 251 Franken.

Kinder und Erwachsene zahlen zwar landesweit 2,4 Prozent mehr. Im Aargau steigen die Prämien aber auch für diese Altersgruppen moderater an. Erwachsene bezahlen im Schnitt 7,4 Franken pro Monat zusätzlich (+2,2 Prozent). Kinder bezahlen 1,8 Franken mehr (+1,9 Prozent).

Dass junge Erwachsene deutlich weniger zahlen, geht auf eine Gesetzesänderung zurück. Es hat also nichts mit der Kostenentwicklung zu tun, sondern ist ein vom Parlament gewünschter Effekt. Unter dem Strich zahlen deshalb die Erwachsenen ab 26 Jahren etwas mehr.

Im Vergleich ist das Prämienwachstum 2019 mit 1,2 Prozent äusserst moderat. Der langjährige Schnitt liegt bei 3,9 Prozent. Der Grund für den unterdurchschnittlichen Wert ist einerseits ein tieferes Kostenwachstum. Vor allem aber haben die Krankenversicherer hohe Reserven angespart, womit sie etwas mehr Spielraum bei den Prämien haben.