Ausgerechnet am Sonntag vor den Weihnachtsfeiertagen sollen die Läden geschlossen bleiben. So will es die Kantonsregierung . Stattdessen soll (mit regionalen Abweichungen) am 9. und 16. Dezember ein sonntäglicher Einkauf möglich sein.

Das passt nicht allen. Die Grossräte Clemens Hochreuter (SVP, Sprecher), Maja Riniker (FDP), Lukas Pfisterer (FDP) und Andre Rotzetter (CVP) wollen den Entscheid nicht hinnehmen. Sie reichen am Dienstag eine Motion ein.

Darin ersuchen sie die Regierung, doch noch den 23. Dezember für die Sonntagsverkäufe festzulegen. Beim zweiten Termin sei auf regionale Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen, schlagen die Motionäre weiter vor.

Die zeitlich knappe Terminfestlegung bringe die vielen Gewerbebetriebe im Kanton und namentlich in den grösseren Städten in Bedrängnis, argumentieren sie. Komme hinzu, dass rund um den Aargau am 16. Dezember und am 23. Dezember Sonntagsverkäufe möglich seien.

Die Politiker ersuchen deshalb darum, die beiden Termine der Sonntagsverkäufe inskünftig mit dem Gewerbe abzustimmen. Mit dem Entscheid gegen den 23. Dezember, der zum umsatzstärksten Verkaufstag werden könnte, werde nur der Einkaufsort gesteuert, befürchten die Grossräte – in einen Nachbarkanton oder ins nahe Ausland. Das wollen sie nicht. (MKU)