Dreikönigstag
So würden unsere Leser regieren, wenn sie könnten

Für heute hat Coop 450000 Dreikönigskuchen gebacken. Bei der Migros sind es 675000 Stück. Die Schweizerinnen und Schweizer werden heute Hunderttausende von Plastik-Königen aus ihren Gebäcken klauben und sich dann die Krone aufsetzen.

Michael Hugentobler
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So würden unsere Leser regieren: Wenn ich König wäre ...
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Cheyenne Rast (16), Schülerin, Aristau . . . würde ich die Strafen für schlimme Verbrechen wie Mord oder Vergewaltigung verschärfen.
Manuel Mäder (19), Elektriker, Döttingen . . . dann würde ich allen Menschen zehn Wochen Ferien geben.
Sandra Amstutz (40), Hausfrau, Boswil . . . würde ich jedes Jahr ein grosses Kinderfest organisieren, denn die Kinder sind unsere Zukunft.
Fabienne Nauer (17), Lehrling Fleischfachfrau, Fischbach-Göslikon . . . würde ich mit Umweltschutzmassnahmen dafür sorgen, dass weniger Naturkatastrophen passieren.
Fabienne Dell’Osso (22), Köchin, Erlinsbach . . . würde ich befehlen, dass die Männer mehr im Haushalt mithelfen müssen.
Irene Brack (25), Hausdienstmitarbeiterin, Sulz . . . würde ich sicher nicht arbeiten gehen, sondern mir einen schönen Tag machen und mich verwöhnen lassen.
Miguel Ra Say (29), DJ, Baden . . . würde ich das Rauchverbot aufheben – jeder soll selber entscheiden können, ob in seinen Räumen geraucht werden darf.
Alma Thönen (9), Schülerin, Rupperswil . . . würde ich mir ein schnelles Pferd kaufen und schauen, dass die Leute mehr Sorge zur Umwelt tragen.
Urs Biedermann (65), Rentner, Baden . . . würde ich Baden ins Jahr 1965 zurückversetzen, weil die Stadt damals so schön war.
Claudio Hauri (48), Architekt, Aarau . . . würde ich alle Häuser abreissen und dafür jedem Menschen ein Zelt schenken.
Nora Riss (22), Studentin, Aarau . . . würde ich den Bau des neuen Fussballstadions in Aarau verbieten.
Nathalie Candrian (12), Schülerin, Herrliberg ZH . . . würde ich allen Menschen etwas zu essen geben, damit sie glücklich sind.
Martin Brechbühler (55), Geschäftsführer, Gipf-Oberfrick . . . würde ich Christoph Blocher ein Jahr lang in einen Kerker sperren.
Fabrizio Paolillo (19), Automobil-Assistent, Bremgarten . . . würde ich alle Leute verurteilen, die sich gegenseitig bekriegen, denn man sollte zusammen Lösungen finden.
Irene Bärtschi (29), Sozialpädagogin, Dättwil . . . würde ich dafür sorgen, dass sozial benachteiligte Menschen besser in die Gesellschaft integriert werden.
Isabelle Brunner (20), Studentin, Baden . . . würde ich die Arbeitszeiten kürzen – vielleicht werden die Menschen dann ein bisschen entspannter.
Theresia Schwarzentrub (62), Hausfrau, Frick . . . würde ich meinen Tag als Königin einfach geniessen. Mein Ziel wäre es auch dann, gesund zu bleiben.
Willi Venhoda (68), Betreuer Damenfussballteam FC Frick, Frick . . . würde ich schöne Ferien machen in der Casa Moscia am Lago Maggiore und es mir gut gehen lassen.
Benedikt Essig (76), Rentner, Frick . . . würde ich eine andere Politik einführen in der Schweiz. Mehr Sachpolitik als Personalpolitik.
Prati Fortunato (61), Rentner, Rombach . . . würde ich dafür sorgen, dass die Schweiz eine bessere Regierung bekommt.

So würden unsere Leser regieren: Wenn ich König wäre ...

Wir haben bei unseren Lesern nachgefragt, was sie tun würden, wenn sie tatsächlich einen Tag lang regieren könnten. Die Antworten reichen von der Forderung nach mehr Ferien bis zur Verhaftung Christoph Blochers.

Der Brauch des Dreikönigskuchens geht auf ein Volksfest zurück, das in der römischen Antike zu Ehren des Gottes Saturn abgehalten wurde. Dies erforschte Konrad Kuhn, Lehrbeauftragter an den Universitäten Zürich und Basel.

Sklaven wurden zu Königen

Beim Volksfest der Römer durften auch Sklaven für einen Tag König sein, wenn sie die Bohne fanden, die in einem Kuchen versteckt war. Diesen Brauch brachten die römischen Legionen nach Mitteleuropa und somit in die Schweiz.

Allerdings geriet er allmählich in Vergessenheit. In der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts wurde ein Berner Versicherungsbeamter und Hobbybrotforscher Namens Max Währen auf den Brauch aufmerksam. Währen entdeckte das älteste Brot der Welt aus der Zeit von 3700 vor Christus und er fand eine Bäckerei aus der Zeit des alten Testaments in Jerusalem. Zudem dokumentierte er die Geschichte des Zopfs.

Den Brauch des Dreikönigskuchens kannte er vom Bild eines holländischen Malers, das in seiner Jugend über dem elterlichen Sofa hing. Nach der Veröffentlichung seiner Forschungen beschloss der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband 1952 die Wiedereinführung des Dreikönigskuchens. 1979 verlieh die ETH Zürich Max Währen die Ehrendoktorwürde.