Dreikönigstag

So würden unsere Leser regieren, wenn sie könnten

Für heute hat Coop 450000 Dreikönigskuchen gebacken. Bei der Migros sind es 675000 Stück. Die Schweizerinnen und Schweizer werden heute Hunderttausende von Plastik-Königen aus ihren Gebäcken klauben und sich dann die Krone aufsetzen.

Wir haben bei unseren Lesern nachgefragt, was sie tun würden, wenn sie tatsächlich einen Tag lang regieren könnten. Die Antworten reichen von der Forderung nach mehr Ferien bis zur Verhaftung Christoph Blochers.

Der Brauch des Dreikönigskuchens geht auf ein Volksfest zurück, das in der römischen Antike zu Ehren des Gottes Saturn abgehalten wurde. Dies erforschte Konrad Kuhn, Lehrbeauftragter an den Universitäten Zürich und Basel.

Sklaven wurden zu Königen

Beim Volksfest der Römer durften auch Sklaven für einen Tag König sein, wenn sie die Bohne fanden, die in einem Kuchen versteckt war. Diesen Brauch brachten die römischen Legionen nach Mitteleuropa und somit in die Schweiz.

Allerdings geriet er allmählich in Vergessenheit. In der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts wurde ein Berner Versicherungsbeamter und Hobbybrotforscher Namens Max Währen auf den Brauch aufmerksam. Währen entdeckte das älteste Brot der Welt aus der Zeit von 3700 vor Christus und er fand eine Bäckerei aus der Zeit des alten Testaments in Jerusalem. Zudem dokumentierte er die Geschichte des Zopfs.

Den Brauch des Dreikönigskuchens kannte er vom Bild eines holländischen Malers, das in seiner Jugend über dem elterlichen Sofa hing. Nach der Veröffentlichung seiner Forschungen beschloss der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband 1952 die Wiedereinführung des Dreikönigskuchens. 1979 verlieh die ETH Zürich Max Währen die Ehrendoktorwürde.

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