Es wäre ein Leichtes, seinen Abfall in einem Kübel zu entsorgen – trotzdem wird es nicht immer gemacht. In Parks, an Flussufern, im Wald: Überall liegt Abfall herum. Am häufigsten Essensverpackungen.

Rund ein Drittel (34 Prozent) des achtlos weggeworfenen Abfalls sind Verpackungen. Das geht aus einem Bericht des Bundesamts für Umwelt hervor. Bereits an zweiter Stelle folgen Zeitungen und Drucksachen wie zum Beispiel Flyer (24 Prozent). Stummel von Zigaretten werden nicht separat erfasst. Sie fallen unter Diverses (20 Prozent). Verpackungen von Getränken machen 17 Prozent des weggeworfenen Abfalls aus, Tragetaschen 5 Prozent.

Weniger Verantwortung für die Umgebung

Aber warum werfen Menschen überhaupt Abfall weg? Der Bericht des Bundes sucht nach Erklärungen. Einerseits schwinde das Gefühl von Zugehörigkeit und Verantwortung für die Umgebung, weil unser Bewegungsradius heute grösser ist. Den eigenen Kaffeebecher würde man nicht dem Nachbarn in den Vorgarten werfen, in einer anderen Stadt schon eher. «Je mehr wir uns zu Hause fühlen, desto mehr sorgen wir für Sauberkeit», heisst es im Bericht.

Dazu kommt, dass wir uns heute unterwegs verpflegen. Zmittag und Kaffee bestellen wir zum Mitnehmen, essen unterwegs oder im Park. Um Littering entgegenzuwirken, gäbe es mehrere Möglichkeiten. Was spricht dagegen, die Trinkflasche aufzufüllen und den nicht vermeidbaren Abfall korrekt zu entsorgen oder zu recyceln?

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Video vom August 2018

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Bierdosen, Zigaretten und Plastik: Freiwillige haben fast 96'000 Gegenstände von den Ufern von Schweizer Gewässern entfernt. Von der Erhebung alarmiert, fordert der Verein STOPPP ein Verbot von Einwegplastik. Zwischen April 2017 und März 2018 sammelten über 150 Freiwillige an 112 Standorten an Gewässern in der Schweiz Abfall ein.