Kinderprämien 2017

So viel können Aargauer Familien bei einem Wechsel der Krankenkasse sparen

Besonders Familien mit zwei Kindern können mit einem Kassenwechsel viel Geld sparen.

Besonders Familien mit zwei Kindern können mit einem Kassenwechsel viel Geld sparen.

Kinder, junge Erwachsene und Versicherte mit hohen Franchisen oder einem Sparmodell bezahlen 2017 deutlich mehr. Wir zeigen Ihnen, ob sich ein Krankenkassen-Wechsel für Ihre Familie lohnt.

Rund 130‘000 Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren und noch mehr junge Erwachsene leben im Kanton Aargau. Personen unter 20 Jahren machen rund 20 Prozent der Wohnbevölkerung aus. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bekannt gab, steigen die Prämien der Grundversicherung 2017 um rund 3,6 Prozent.

Im schweizweiten Vergleich ist dieser Anstieg gar unterdurchschnittlich. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) aber steigen die Prämien für Kinder mit 5,6 Prozent und jungen Erwachsenen um 4,4 Prozent aber überdurchschnittlich stark an. Entsprechend ist gerade für Familien mit Kindern ein Krankenkassenwechsel auf Ende des Jahres eine finanzielle Entlastung.

Sparmodelle kosten mehr

Die durchschnittliche Prämie für ein Kind zwischen 0 und 18 Jahren kostet ab nächstem Jahr im Aargau monatlich 98.30 Franken. Für einen jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren kostet die Prämie rund 386.02 Franken im Monat.

Beim Kind ergibt sich mit einem Kassenwechsel von der teuersten zur günstigsten ein jährliches Sparpotential von 504 Franken, für junge Erwachsene liegt dieser über 1359.60 Franken. Erwachsene können indes mit einem Kassenwechsel – ebenfalls von der teuersten zur günstigsten Krankenkasse gerechnet – rund 1384 Franken sparen.

Die Beträge sind jeweils für die Standard-Versicherung der Krankenkassen mit Unfallversicherung und der tiefsten Franchise gerechnet. Für die Familien mit zwei Kindern ein Sparbetrag von knapp 3800 Franken. Gerade bei Eltern mit einem mittleren Einkommen dürfte dies grosse Auswirkungen haben. Liefern diese doch jährlich rund einen Achtel ihres Einkommens an die Krankenkassen ab.

Ob Ihr Krankenversicherer teurer oder günstiger ist, können Sie in den Tabellen nachlesen.

Im Aargau schlägt die KLUG bei den Kindern mit 16,5 Prozent am meisten auf. Bei den jungen Erwachsenen und Erwachsenen ist es die GALENOS mit 7,5 Prozent, beziehungsweise mit 15 Prozent. In der Auflistung fehlen Wincare, da sie ab 2017 zu Sanitas gehört. Sansan geht in die Progrès über, Avanex wird bei Helsana integriert und kmu bei ÖKK. Die aufgelösten Krankenkassen übernehmen die Prämien der jeweiligen Mutter-Versicherung.

Das Sparpotential ist bei den Standardmodell-Versicherten bereits beachtlich. Wie aber Berechnungen des Internet-Vergleichsdienstes moneyland.ch zeigen, sinkt die Aussagekraft dieser Berechnungen derweil. Denn: «Überdurchschnittlich steigen die Krankenkassenprämien für Kinder, junge Erwachsene, Personen mit hohen Franchisen, Telmed- und HMO-Modellen», wird Felix Oeschger, Analyst von moneyland.ch in einer Mitteilung zitiert.

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