Torfeld Süd
So sieht das neue Aarauer Fussballstadion aus

Es ist das dritte, nochmals redimensionierte Projekt für ein neues FC-Aarau-Stadion. Am Dienstag erfolgte die Baueingabe für einen Gebäudekomplex im Torfeld Süd, der auf die zahlreichen Einsprachen gegen die Pläne von 2009 Rücksicht nimmt.

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Das neue Stadion für den FC Aarau soll 10'000 Zuschauern Platz bieten.
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Blick hinein: So soll das Stadion innen aussehen.
Das geplante Aarauer Stadion im Quartier Torfeld-Süd – es wäre vom Bahnhof Aarau in nur fünf Minuten erreichbar.
Der Eingang ins Stadiongebäude heisst Stadtloggia
So sieht das neue Aarauer Fussballstadion aus
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Das alte Projekt lag 2009 öffentlich auf und wurde dann sistiert.

Das neue Stadion für den FC Aarau soll 10'000 Zuschauern Platz bieten.

ZVG

Am Dienstagmorgen hat die HRS Real Estate AG im Aarauer Rathaus ihre umfangreichen Pläne für ein 10‘000 Zuschauer fassendes Fussballstadion im Quartier Torfeld Süd eingereicht. Das Gebäude beinhaltet nicht nur ein 120 × 80 Meter grosses Spielfeld, sondern auch ein Einkaufszentrum im Erdgeschoss und Parkplätze sowie möglicherweise ein Multiplexkino im Untergeschoss.

Stadtammann Marcel Guignard rechnet während der öffentlichen Auflage mit wenig Widerstand aus der Bevölkerung, der Baubewilligung bereits ab Februar 2013 und der Fertigstellung 2015. Der Grund: 2009 lag die FCA-Arena bereits einmal öffentlich auf, zusammen mit der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) sowie dem Gestaltungsplan. Weil es sowohl gegen diese Planungsgrundlagen als auch das Stadiongesuch Einsprachen hagelte, wurde Letzteres sistiert. BNO und Gestaltungsplan als rechtliche Voraussetzungen für eine Baubewilligung sind heute fast unter Dach - gegen einen einzigen Punkt ist noch eine Beschwerde vor Bundesgericht hängig.

Fast von Null wieder begonnen

Für das vorliegende Projekt - das erste scheiterte 2005 an der Mitfinanzierung durch die öffentliche Hand - habe man «fast grundsätzlich neu angefangen», wie Andreas Signer von Burkard Meyer Architekten an einer Medienkonferenz ausführte. Weil sich inzwischen sowohl das Skatecenter Rolling Rock als auch die Stadt mit ihrer ursprünglich geplanten Breitensport-Infrastruktur zurückgezogen haben, konnte das Gebäude einfacher konzipiert werden. Die Hülle besteht aus dunkelbraunen Stahlträgern, die von einem Scheinwerferkranz überragt werden. Nebenan entstehen eine Wohn- und eine Büroliegenschaft.

Stadtbaumeister Felix Fuchs erläuterte als Gesamtprojektleiter ein ausgeklügeltes Parkierungskonzept. Im Torfeld Süd und in der Umgebung stünden auch für ausverkaufte Spiele genügend Parkplätze zur Verfügung, so Fuchs. Und die mit dem Zug anreisenden Fans werden über einen «Fanwalk» via Hintere Bahnhofstrasse und Gais-Kreisel sicher zum Stadion geleitet.