Ferienjob
So kommen Schüler mit wenigen Klicks zum gewünschten Ferienjob

Wer heutzutage einen Ferienjob sucht, fragt nicht mehr den Onkel oder die Tante: Die Jobsuche hat sich in den letzten Jahren weitgehend ins Internet verschoben – doch sie wurde damit kein bisschen übersichtlicher.

Tim Honegger
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Wer im Internet einen Ferienjob sucht, wird von zahllosen Websites und Angeboten überflutet.

Wer im Internet einen Ferienjob sucht, wird von zahllosen Websites und Angeboten überflutet.

Annika Bütschi

Auf der Suche nach einer Ferienbeschäftigung ist die naheliegendste Adresse im Internet die Webseite ferienjob.ch. Nach der kostenlosen Registrierung, die kaum zwei Minuten dauert, kann man sich bereits durch Jobangebote klicken oder sich selbst vermarkten.

Die Website erinnert stark an eine Social Media Plattform: Man füllt sein persönliches Profil aus, lädt ein Nutzerbild hoch und gibt seine Kontaktdaten bekannt. Hilfreich bei der Suche nach einem passenden Ferienjob ist dabei die Suchmaschine; mit ihr kann man den Kanton und das Arbeitsfeld eingrenzen.

Der Nachteil: Wegen des Suchfilters bleiben meist so wenige Jobs übrig, dass man sie an einer Hand abzählen kann. Die Auswahl auf ferienjob.ch ist zwar nicht fürstlich, dafür umso spannender: Minderjährige werden für Alkohol-Testkäufe gesucht, Naturliebhaber für Unterstützung auf dem Bauernhof und Gesprächige für Callcenter-Jobs.

Mehr Sicherheit dank Bewertung

Eine weitere Anlaufstelle ist die Website jacando.com. Im Unterschied zur vorherigen Plattform ist die Bezahlung für den Ferienjob sehr prominent platziert. Zu Recht: Denn das Geld ist meist das wichtigste Kriterium für Arbeitssuchende.

Allerdings ist die Registrierung etwas aufwendiger; neben den Kontaktangaben muss man sich mit einem Personalausweis identifizieren – Sicherheit wird hier grossgeschrieben. Zudem können Ferienjob-Anbieter ihren Arbeitern nachträglich eine persönliche Bewertung schreiben.

So kann ein zukünftiger Arbeitgeber den Weizen schneller von der Spreu unterscheiden.

Migros mit 550 Ferienjobs

Selbst abseits solcher Plattformen muss heutzutage niemand mehr zur Feder greifen. Denner und Migros nehmen Bewerbungen problemlos digital entgegen – das Papier hat ausgedient. Solche Grosshändler sind ohnehin hoch im Kurs bei Schülern, die einen Ferienjob suchen.

Die Genossenschaft Migros Aare hat für diesen Sommer rund 550 Ferienjobs vergeben – die Zahlen bei den anderen Detailhändlern dürften ähnlich aussehen. Weniger rosige Aussichten hat man bei Banken und der Post:

In den letzten Jahren reduzierten diese ihre Ferienjob-Pensen. Nach eigenen Angaben bieten sie Ferienjobs sogar nur noch in Einzelfällen an.

Die besten Chancen auf einen Job hat immer noch, wer seine Beziehungen spielen lässt. Sei es im Malerbetrieb des Vaters oder im Baugeschäft des Onkels: Wenn es um Ferienjobs geht, sind die herkömmlichen Mittel noch immer die aussichtsreichsten.

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