Villigen

«Silicon-Valley» der Schweiz: Der Startschuss für den Park Innovaare ist gefallen

Roter Button statt Schaufel: Gestern Abend starteten dei Bauarbeiten für den Innovationspark.

Roter Button statt Schaufel: Gestern Abend starteten dei Bauarbeiten für den Innovationspark.

Der Bau am Innovationspark in Villigen kann beginnen. In vier Jahren soll der Hightech-Campus bezugsbereit sein.

Sogar der Spatenstich war innovativ: Auf dem Gelände gegenüber des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) in Villingen fiel gestern der Startschuss für den Bau des Hightech-Parks Innovaare. Dies geschah nicht wie gewohnt mit einer Schaufel: Nach dem gemeinsamen Drücken eines Roten Buttons entzündete sich vor den Augen von rund 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Forschung und Politik ein Meterhoher Schriftzug mit dem Namen des Projekts.

Zehn Jahre dauerte die Planung für den Park Innovaare. Hightech-Start-ups, KMUs sowie grosse Firmen, die eine Forschungsabteilung haben, sollen in Zukunft hier arbeiten und vom Know-how des PSI profitieren.

Der mehrteilige Bau mit einer Mietfläche von rund 23 000 Quadratmetern soll Ende 2023 bezugsbereit sein. Bereits heute besteht in Villigen ein erster Standort, in dem 16 Firmen tätig sind. Mit dem Ausbau des Parks sollen in Villigen viele weitere hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Urs Hofmann trieb das Projekt voran

Die Freude beim Spatenstich war besonders bei Urs Hofmann, Vorsteher Departement Volkswirtschaft und Inneres, besonders gross. Er war es, der die Idee des Innovationsparks vorangetrieben hatte: «Der Park Innovaare ist ein hervorragendes Beispiel der intensiven Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in diesem Kanton», sagte er in seiner Ansprache.

«Mit dem heutigen Spatenstich legen wir gemeinsam einen wichtigen Grundstein für die Zukunft der Innovationskraft in der ganzen Schweiz.

Gemeindeamman sieht Parallelen zu Silicon-Valley

Auch René Probst, Gemeindeammann von Villigen, war sichtlich stolz, dass es mit dem Bau endlich losgehen kann. Er sprach über die zehnjährige Geschichte des Projekts und darüber, wie es zu einer Herzensangelegenheit für alle Beteiligten wurde. «Wir haben hier das herausragende Potential um Innovationen zu erbringen und industriell umzusetzen.»

Ausserdem zog er Parallelen zum bedeutendsten Standort der Hightech-Industrie, dem kalifornischen Silicon-Valley. Dort wurde vor fast 70 Jahren gleich neben der Stanford-Universität ein Forschungs- und Industriegebiet gebaut, wie Probst erzählte.

«Heute herrscht dort Wohnungsnotstand.» Der Park sei eine grosse Chance für die ganze Region, «sei dies in Bezug auf Arbeitsplätze oder auch auf Steuerzahler». Und möglicherweise werde Villigen in Zukunft in einem Wikipedia-Eintrag unter Villigen-Valley zu finden sein, so Probst.

Auch Thierry Strässle, ad Interim-Direktor am PSI, betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der Nähe zwischen dem Innovationspark und dem PSI: «Die Mission eines Innovationsparks besteht darin, Spitzenforschung und unternehmerische Tätigkeit unter einem Dach zusammenzubringen.

Auf diesem Weg sollen Innovationen generiert und auf den Markt gebracht werden.» Dies sei in einem Park Innovaare, der direkt neben einem international anerkannten Spitzenforschungsinstitut liegt, aufs Beste möglich.

Pensionskasse der Coop als grosser Investor

Finanziert wird die erste Bauetappe am Innovationspark durch die CPV/CAP Pensionskasse Coop. Diese investiert mehr als 150 Millionen Franken. Das PSI mietet 70 Prozent dieser Flächen.

Innovaare als Mieter des Gebäudes muss für 20 weitere Prozent der Flächen Mieter Finden. 10 Prozent sollen freigehalten werden, falls eine Firma sofort einziehen möchte. Der anspruchsvolle Bau wird von der Firma Erne AG durchgeführt.

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