Eurovision Song Contest

Sie will mit ihrem Song in Malmö auf der grossen Bühne stehen

Monika Schär mit «Good, Bad and Ugly»

Monika Schär mit «Good, Bad and Ugly»

Monika Schär aus Oftringen ist leidenschaftliche Sängerin. Wenn sie auf der Bühne ist, ist sie in ihrem Element und fühlt sich wohl. Jetzt will sie für die Schweiz am Eurovision Song Contest antreten und in ein grosses Abenteuer eintauchen.

Sie ist im beschaulichen Wiliberg aufgewachsen. Sie wohnt in Oftringen. Sie hat einen bodenständigen Job als Leiterin im Innendienst in einer Firma im Wynental. Und sie singt, während sie mit ihrem Auto zur Arbeit fährt. Alles eben typisch schweizerisch. Könnte man meinen.

Aber dem ist nicht so. Denn bereits mit 16 Jahren gewann sie mit ihrer damaligen Schülerband «Alphorny» den kleinen Prix Walo. Monika Schär startete bereits früh ihre musikalische Karriere - und entschied sich danach trotzdem für einen «soliden Beruf im kaufmännischen Bereich», wie sie es nennt.

Und trotzdem, von der Musik losgekommen ist sie nie. Immer wieder startete sie neue Projekte. War Sängerin bei «Max Lässer und das Überlandorchester» und aktuell Background-Sängerin bei der Band «Trauffer». Sie selber hat sich keinem Stil verschrieben, sie singt Rock genauso wie Blues und Pop. Einzig Balladen sind nicht ihre Stärken.

Schweden als grosses Ziel

Und nun startet sie ein neues Projekt: Sie hat sich mit einem Video für den Eurovision Song Contest beworben. Ihr grosses Ziel: Sie will die Schweiz im nächsten Jahr im schwedischen Malmö vertreten. Dafür geht sie mit einem fetzigen, mitreissenden Song an den Start: «Good, Bad and Ugly». Sie singt von der Liebe, wie sie sein oder eben nicht sein soll. «Den Song kann man schon auf das eigene Leben übertragen», sagt Monika Schär.

Die Songwriterin Nadin Hadorn kam vor drei Wochen auf die 36-Jährige zu und fragte, ob sie Lust hätte, diesen Song zu singen und sich damit für den Eurovision Song Contest zu bewerben. Gesagt, getan. Sie ging kurz entschlossen ins Studio, spielte den Song ein, drehte ein Video und stellte es auf die Online-Plattform des Schweizer Fernsehens. «Ich stehe voll und ganz hinter diesem Song», sagt sie mit einem Lachen im Gesicht.

Würde sie die erste Runde überstehen (s. Box), kann sie mit ihrem Song im Schweizer Fernsehen auftreten- Doch sie nimmt es, wie es kommt. Nervös ist sie noch nicht, kann sie doch auf eine grosse Erfahrung zurückgreifen. «Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Lampenfieber habe ich nicht mehr, ich habe jeweils eine grosse Vorfreude in mir», sagt sie.

Für Monika Schär war von Anfang an klar, dass sie sich keinen Künstlernamen zulegt. Sie wolle authentisch sein, echt wirken auf der Bühne. Obwohl sie keine eigentlichen Vorbilder hat, bewundert sie Frauen wie Tina Turner. «Ich bewundere Stimmen, die man sofort erkennt.» Gerne hätte sie auch eine solche Stimme. Und wer weiss, vielleicht ist ihre Stimme bald mehr zu hören.

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