«Jugend debattiert»
Sie sind die Meisterinnen und Meister im Debattieren

Eine Kantonsschülerin und drei Kantonsschüler aus dem Aargau haben sich für den nationalen Final des Wettbewerbs «Jugend debattiert» in Bern qualifiziert.

Beat Kirchhofer
Merken
Drucken
Teilen
Qualifiziert für den nationalen Final (v.l.): Luca Andrea Moser, David Gabi (beide Kantonsschule Zofingen), Andrin Liechti (Alte Kantonsschule Aarau) und Lorena Reusser (Kantonsschule Wettingen).

Qualifiziert für den nationalen Final (v.l.): Luca Andrea Moser, David Gabi (beide Kantonsschule Zofingen), Andrin Liechti (Alte Kantonsschule Aarau) und Lorena Reusser (Kantonsschule Wettingen).

brk

Der «Club» wie auch die «Arena» vom Fernsehen SRF bekommen keine Nachwuchssorgen. 16 Jugendliche bewiesen dies eindrücklich an der kantonalen Ausscheidung von «Jugend debattiert» an der Kantonsschule Zofingen. Die in schulinternen Ausmarchungen nominierten Aargauer Kantonsschülerinnen und -schüler mussten ihre Debattierfähigkeit zu vorgegebenen Fragestellungen unter Beweis stellen.

Sollen in der Schweiz auch Angehörige anderer Religionen als des Christentums gesetzliche Feiertage bekommen? Soll Kunstschnee aus ökologischen Gründen verboten werden? In der Finaldebatte der besten vier ging es um das Rentenalter und ob dieses künftig an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll.

Dafür oder dagegen entschied das Los

Die Themen, die kannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – sie konnten sich im Vorfeld in die Materie vertiefen. Ob sie aber Pro- oder Contraargumente vertreten, also für oder gegen Kunstschnee eintreten mussten – dies entschied kurz vor dem Start der Debatten das Los. Ein Thema contre cœur vertreten zu müssen, ist eine echte Herausforderung.

Scharf beobachtet von dreiköpfigen Jurys, welche sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsbereichs, der Politik und der Medien rekrutierten, galt es Eröffnungsreden zu halten, in die Debatte einzusteigen und «knackige» Schlussworte zu formulieren.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Finaleinzug

Die Qualität der Beiträge war hochstehend – für den Einzug in die Finalrunde ging es um einen Unterschied von wenigen Wertungspunkten. Und auch die Finalrunde war ein verbales Kräftemessen auf Augenhöhe. In der von Lehrpersonen, Mittelschülerinnen und Mittelschülern bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Aula herrschte Finalstimmung – für gute, originelle Voten gab es den entsprechenden Applaus.

Schön, dass bereits im vornherein die vier Teilnehmenden für den nationalen Final in Bern qualifiziert waren. Unter ihnen sind auch drei Kantonsschüler und eine Kantonsschülerin aus dem Aargau: Lorena Reusser, Andrin Liechti, Luca Andrea Moser und David Gabi.

Motor hinter «Jugend debattiert» ist die Non-Profit-Organisation Young Enterprise Switzerland, die fünf verschiedene Bildungsprogramme – speziell auch für den Bereich Wirtschaft – anbietet. «Diese haben», heisst es beim Verein, «gemeinsam, dass sie vollkommen praxisorientiert sind und sich Schülerinnen und Schüler so Kompetenzen aneignen können, welche im Unterricht zu kurz kommen.»