Zwischen Niederwil und Hägglingen vergnügten sich 61 Kinder der Jubla Dottikon im Pfingstlager unter dem Motto «Into the Wild». Einige der Posten, die die Kinder über das Pfingstwochenende absolvierten, befanden sich auf einem Feld, andere im Wald. Dazu gehörte auch eine Seilbrücke. Dort liefen die Kids mithilfe eines Leiters über ein Stahlseil. Dabei waren sie mit einem weiteren Seil gesichert. Zudem trugen alle einen Helm.

Der tödliche Unfall vom Pfingstsonntag vom vergangenen Jahr im Limmattal war allen Leitern ein Begriff. Dort war in einem Cevi-Pfingstlager ein Mädchen tödlich verunglückt, als sie eine selbst konstruierte Seilbahn runter fuhr. Daher nahmen es die Jubla-Leiter heuer mit den Sicherheitsvorschriften ganz genau.

«Wenn wir mit der Seilbahn arbeiten, haben wir neben Helmen, einem Bremsseil und einer Absperrung auch noch Pneus, die die Kids absichern», sagt Stefan Kägi, einer der Lagerleiter. «Zudem schauen immer die gleichen Leiter für die Seilbrücke und die Seilbahn. So wissen sie genau, was sie zu tun haben», ergänzt sein Kollege Lukas Büchel.



Pfadilager mit Sportblöcken

Im Pfadilager in Schneisingen waren die Sicherheitsmassnahmen nicht so massiv. Kein Wunder, den 17 Mädchen der Pfadi Sodales Rohrdorf stand auch keine Seilbahn oder Ähnliches zur Verfügung. Da dies ein Lager nur für Mädchen war, waren Seilbahnen und Kletterspiele auch weniger ein Thema.

«Wenn wir aber etwas aufstellen möchten, müssen wir das zuvor absegnen lassen», erklärt Anna Rätz, Leiterin des Lagers. «Wir arbeiten mit dem J+S zusammen. Wenn wir in ein Lager gehen, müssen wir unser gesamtes Programm immer mit einem Coach absprechen.» Alles, was vom J+S nicht abgesegnet wird, wird demnach auch nicht durchgeführt. Doch die Mädchen unterhielten sich auch mit Sport- und Atelierblöcken bestens.

Das faule Dorf wird fit

Die Pfader waren bereits am Pfingstsamstag mit den Rollerblades und Scootern von Oberrohrdorf nach Baden gefahren, hatten dort ein Stadtspiel absolviert und fuhren mit dem Bus nach Schneisingen. Danach richteten sie sich ihr Lager gleich neben der Forsthütte im Wald auf. Das Lagermotto der Pfadi Sodales lautete «Lazy Town goes upside down». «Es geht um ein faules Dorf, das mit Sport wiedererweckt werden muss», sagt Räz. In den Atelierblöcken bedruckten die Mädchen Hemden, spielten verschiedene Spiele und kochten etwas ganz alleine für sich.

Die Jungen und Mädchen der Jubla Dottikon waren ebenfalls sportlich unterwegs. Sie radelten mit ihren Fahrrädern von Dottikon nach Niederwil und am Ende des Lagers wieder zurück. «Zudem bauten die Kinder verschiedene Dinge. So beispielsweise ein WC, Sitzgelegenheiten, Abfallkübel, eine Feuerstelle und einen Kühlschrank», so Leiter Kägi. Und der Kühlschrank, ein 1-Meter grosses Loch im Boden, funktionierte zu seinem Erstaunen auch ziemlich gut.