Seit Sonntag sind sie fast ununterbrochen auf Patrouille in Uerkheim, die Sicherheitskräfte der privaten Sicherheitsfirma "DoubleS". An vorderster Front mit dabei ist auch Geschäftsinhaber Felix Achermann. Er und sein Team sollen dafür sorgen, dass Plünderer im allgemeinen Gewirr der Aufräumarbeiten nichts stehlen. Ihre Patrouille verläuft entlang neuralgischer Punkte, etwa dem Parkplatz, auf dem die Gemeinde kaputte Autos aus gefluteten Garagen abgestellt hat.

Die Uerkner hätten sein Team wohlwollend empfangen, sagt Achermann. Er verteilt der Bevölkerung auch Tipps, um Plünderer fernzuhalten: "Beleuchtete Sachen wie Garagen oder Küchenfenster schreckt die Leute ab, die man nicht haben will", sagt er zu "Tele M1".

Vereinzelt ist es schon zu versuchten Plünderungen gekommen seit dem Unwetter: In Zofingen sei ein etwa 30-jähriger Mann ins Altersheim Blumenheim eingedrungen und habe in einem Zimmer einen Schrank aufgewuchtet, wie Leiterin Irma Jordi sagt. Als der Bewohner des Zimmers das bemerkt habe, sei der Eindringling geflüchtet. In Küngoldingen vertrieb ein Paar zwei Männer, die sich der Habseligkeiten bedienten, die die Anwohner aus ihren Garagen und Kellern ausgeräumt hatten.

Auch im Altersheim hält nun ein Sicherheitsdienst Plünderer fern. In Uerkheim bewacht "DoubleS" nicht nur das Hab und Gut der Einwohner, die Sicherheitsleute haben auch den Pegel der Uerke und möglicherweise abrutschende Hänge im Auge. Chef Achermann instruiert sein Team: "Wenn etwas ist, sofort die Einsatzleitung (informieren)." (mwa)

Uerkheim – ein Dorf im Ausnahmezustand: