Der Kompromiss komme in weiten Teilen eher einem fast vollständigen Einlenken auf die deutschen Interessen gleich. Die Folge sei, «dass der Preis dieses Vertrags fast vollumfänglich durch die Aargauer Bevölkerung bezahlt werden muss», so die Freisinnigen.

Ihr Präsident, Thierry Burkart, fordert von der Regierung nun eine klare Haltung gegen den Vertrag. «Wir müssen jetzt Allianzen schliessen mit anderen Regierungen, anderen Kantonen», sagt Burkart gegenüber Tele M1. Via nationale Poltiker will die FDP auch in Bundesbern Druck aufsetzen.

Beyeler wehrt sich gegen Kritik

Ein Dorn im Auge ist der FDP insbesondere der gekröpfte Nordanflug, der nun doch umgesetzt werden soll. Er bring der Region Frick und dem Surbtal mehr Fluglärm und würde zudem direkt übers AKW Beznau führen. «Der gekröpfte Nordanflug kommt aus Sicherheitsüberlegungen nicht infrage», meint Bernhard Scholl. Er hat bereits eine entsprechende Motion eingereicht. Der Aargau müsse sich jetzt positionieren und klar sagen, das ist unsere Haltung, verlangt Scholl. «Von der Regierung hören wir aber viel zu wenig», sagt Scholl.

Er kritisiert damit indirekt auch den eigenen Regierungsrat Peter Beyeler, der im Aargau fürs Dossier zuständig ist. Der Verkehrsdirektor hat für die Kritik aus den eigenen Reihen aber wenig übrig. «Der Aargau ist immer betroffen. Das muss man zur Kenntnis nehmen und das pauken wir auch raus», wehrt sich Beyeler auf Tele M1.

Die Aargauer Regierung mache genug, um den gekröpften Nordanflug zu verhindern. Man sei auch mit dem Bund in Kontakt. (mku/rsn)