Geburten
September-Babyboom im Kantonsspital Aarau: Schuld sind die Weihnachten

So viele Geburten wie in den letzten Tagen verzeichnete das Kantonsspital Aarau schon lange nicht mehr. Der Grund liegt neun Monate zurück: Dann feierten wir Weihnachten. Ob man sich dann besonders lieb hat?

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Babyboom im KSA

Babyboom im KSA

Tele M1

So viele Geburten wie in den letzten Tagen verzeichnete das Kantonsspital Aarau schon lange nicht mehr. Seit Anfang September kamen im Kantonsspital Aarau über 30 Kinder mehr auf die Welt als beispielsweise im Januar.

«Momentan haben wir eine sehr strenge Zeit. Tendenziell ist der September immer einen geburtenstarken Monat. Das spüren wir auch dieses Jahr im September wieder», sagt Lea Flückiger, stellvertretende Leiterin vom Gebärsaal des Kantonsspitals Aarau, und fügt an: «Die Gebärsäle sind voll. Wir machen, was wir können.»

Weihnachten?: «Dann hat man am meisten Zeit»

Alleine in der Nacht auf Donnerstag sind laut «Tele M1» innerhalb von fünf Stunden fünf Kinder in Aarau auf die Welt gekommen.

Kein Wunder, denn rechnet man zurück: Ende September minus neun Monate fällt auf Weihnachten und Neujahr. Fragt man bei frisch gebackenen Müttern nach: «Es ist dann eine schöne Zeit, vielleicht hat das einen Einfluss, ich weiss es nicht», sagt eine Mutter schmunzelnd.

Ein anderes Mami spricht dabei schon eher Klartext: «Dann hat man am meisten Zeit», sagt sie lachend und ergänzt: «Zufälligerweise haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr Ferien. Dann nimmt man sich viel eher die Zeit dafür.»

Für den Babyboom im September gibt es keine wissenschaftliche Begründung, sagt Sexualtherapeutin Gabriela Kirschbaum gegenüber Tele M1.

Aus Erfahrung weiss sie aber: Während der besinnlichen Tagen haben Menschen vor allem eines: Zeit füreinander. «Man hat keinen Zeitdruck und auch keinen Leistungsdruck. Das wirkt sich dann positiv auf die Sexualität aus. (sha)

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