Zuletzt gesehen wurde Isabella an der Zürcher Langstrasse, in der Bar "Lambada" – in Begleitung von zwei Männern. Seit nun mehr als zwei Monaten fehlt von der 21-Jährigen jede Spur. Neue Erkenntnisse gibt es keine, sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei auf Nachfrage der AZ. "Die Kriminalpolizei ermittelt, doch es konnten bisher keine weiteren Anhaltspunkte gefunden werden", so Graser. "Ein Gewaltverbrechen wird nicht ausgeschlossen." 

Jedoch könnte es sein, dass die junge Frau auch gar nicht gefunden werden will. "Beispielsweise aufgrund der Familiensituation ist es nicht auszuschliessen, dass Frau T. irgendwo verweilt und sich nicht meldet." 

Auf der Vermisstenliste des Kantons ist Isabella nicht ausgeschrieben. Das liege daran, dass die Kantonspolizei von einer Öffentlichkeitsfahndung abgesehen habe, erklärt Bernhard Graser. "Das mediale Interesse an ihrem Verschwinden ist hoch. Ausserdem wird sie als handlungsfähig eingestuft und es sollte zu ihr durchgedrungen sein, dass man nach ihr sucht." Eine öffentliche Fahndung werde dann durchgeführt, wenn die vermisste Person beispielsweise an Demenz leide und eine akute Gefahr an Leib und Leben bestehe, so Graser. 

Violeta, die Mutter von Isabella, sagte im Mitte November gegenüber Tele M1 dass sie verzweifelt sei. "Für sie ist die Türe immer offen. Egal was passiert ist, ich will nur noch, dass sie nach Hause kommt und ich weiss, dass es ihr gut geht." Isabellas Bruder Ivan glaube nicht daran, dass seine Schwester einfach abhauen würde: "Sie ist ein Familienmensch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass etwas passiert ist." (ngü)