Winterzeit
Sechs Tipps, wie Sie sich gegen Einbrecher schützen

Mit dem Einsetzen der Winterzeit und der Umstellung der Uhren wird es früher dunkel – sehr zur Freude von Einbrechern, deren Arbeit dadurch erleichtert wird. Die AZ hat recherchiert und bei der Polizei nachgefragt, wie man sich am besten gegen Einbrüche schützt.

Patrick Harcuba
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In der Winterzeit wird es früher dunkel. Dadurch kommt es in dieser Zeit auch zu mehr Einbrüchen, so die Kantonspolizei. (Symbolbild)

In der Winterzeit wird es früher dunkel. Dadurch kommt es in dieser Zeit auch zu mehr Einbrüchen, so die Kantonspolizei. (Symbolbild)

Keystone

Am Sonntag wurden wieder einmal die Uhren umgestellt. Für viele bedeutet das auf den ersten Moment eine Stunde mehr Schlaf. Für die Polizei bedeutet die Umstellung, dass es früher dunkel wird und dies Einbrechern die Arbeit erleichtert. Barbara Breitschmid, Sprecherin der Kantonspolizei Aargau, bestätigt: «Tendenziell gibt es mehr Einbrüche im Winter.» Auch der Hauseigentümerverband Schweiz warnt, dass es «eindeutig eine Zunahme der Delikte in Wohnquartieren nach Umstellung auf die Winterzeit» gibt.

Aus Anlass zum "Tag des Einbruchsschutzes" von heute Montag hat die AZ recherchiert und bei der Polizei nachgefragt, wie man sich denn am besten präventiv gegen Einbrüche schützen kann. Hier sind die Antworten.

1. Fenster und Türen schliessen

Allgemein gilt, dass alle Türen und Fenster bei Abwesenheit und in der Nacht verschlossen sein sollten. Dazu gehören nicht nur die Haustüre, sondern auch Terrassen- und Balkontüren. Man beachte auch die Warnung des Hauseigentümerverbands, dass gekippte oder angelehnte Fenster kinderleicht geöffnet werden können. Ebenfalls dürfen Garagen, Keller und andere Nebenräume nicht vergessen werden.

Die Polizei empfiehlt, vor dem Schlafen gehen und bei Verlassen des Hauses nochmals kurz zu überprüfen, ob wirklich alle möglichen Eingänge verschlossen sind.

2. Bei Abwesenheit ein Licht brennen lassen

Auch wenn man den Abend oder die Nacht ausser Hause verbringt: Man soll trotzdem versuchen den Eindruck zu erwecken, dass jemand zuhause sei. Dies geht am besten, indem man in einem Zimmer über Nacht das Licht brennen lässt. Die Kantonspolizei empfiehlt das Installieren einer Zeitschaltuhr, welche bei Abwesenheit in der Nacht (beispielsweise von 11 Uhr abends bis 6 Uhr morgens) einen Raum hell erleuchtet und so den Anschein erweckt, als ob jemand zuhause wäre.

3. Keine Einbruchshilfen herumliegen lassen

Zudem soll möglichst versucht werden, in der Nacht keine Gegenstände ums Haus herumliegen zu lassen, die bei einem Einbruch gebraucht werden könnten. Als Beispiel werden Leitern, Schaufeln und Seile genannt. Dies, weil Einbrecher oft unauffällig unterwegs seien und somit auch keine Taschen oder grösseres Gerät dabei hätten.

4. Verdächtige Personen der Polizei melden

Allgemein wird empfohlen, der Polizei verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Quartier zu melden. Für die Polizei ist in solchen Fällen entscheidend, eine rasche und möglichst genaue Meldung (Aussehen, Kleidung, Kontrollschild, und ähnliches) zu erhalten. Entgegen dem durch Film und Fernsehen geprägten Bild sind die Einbrecher oft nicht in Schwarz gekleidet und mit Skimaske unterwegs, sondern kleiden sich oft unauffällig und verwenden einfaches Werkzeug, dass sich ohne weiteres in einer Jackentasche mitnehmen lässt.

Unter dem Polizeinotruf 117 können verdächtige Personen oder Fahrzeuge gemeldet werden.

5. Nachbarn über Abwesenheiten informieren

Nicht zu unterschätzen sind zudem die eigenen Nachbarn. Diese sollte über längere Abwesenheiten informiert werden. Der Hauseigentümerverband Schweiz empfiehlt, dass man sich gegenseitig über merkwürdige Beobachtungen auf dem Laufenden halte.

6. Briefkasten und Reserveschlüssel

Es wird auch geraten, bei Abwesenheit den Briefkasten regelmässig leeren zu lassen oder die Post zurückzubehalten oder umleiten zu lassen.

Desweiteren wird von der Hinterlegung von Reserveschlüsseln gewarnt. Wenn es wirklich nötig sei, einen Schlüssel zu hinterlegen, sollte dieser nicht unter Türvorlegern, im Blumentopf oder an einer sonst einfach zugänglichen Stelle hinterlegt werden.