Strassenverkehr
Sechs Spuren für die A1? Reine Geldverschwendung!

Täglich jammern Schweizer Autofahrer, wie viel Zeit sie im Stau vergeuden. Nun fordert der Aargau, dass die A1 im Kanton auf sechs Spuren ausgebaut wird. Bundesrätin Doris Leuthard behauptet, es fehle das Geld. Und kassiert dafür verbal Prügel.

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Bundesrätin Doris Leuthard (hier auf der A1-Baustelle in Gunzgen, wo der 6-Spur-Ausbau seit Freitag fertig ist), erntet Kritik aus dem Aargau.

Bundesrätin Doris Leuthard (hier auf der A1-Baustelle in Gunzgen, wo der 6-Spur-Ausbau seit Freitag fertig ist), erntet Kritik aus dem Aargau.

Täglich jammern Schweizer Autofahrer, wie viel Zeit sie im Stau vergeuden. Nun fordert der Aargau, dass die A 1 im ganzen Kanton auf sechs Spuren ausgebaut wird. Ausgerechnet die Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard, die Verkehrsministerin, behauptet, es fehle das Geld. Und kassiert dafür verbale Prügel.

Dabei braucht es gar keine sechs Spuren. Das zeigt sich zwischen den Verzweigungen Härkingen und Wiggertal. Die schöne neue rechte Spur bleibt bis auf vereinzelte Lastwagen leer. Dafür schleichen in der Mitte und links Personenwagen, Cars, Lieferwagen, dicht gedrängt, mit knapp 100 km/h vorwärts. Hilfreicher als der Ausbau wäre ein Kurs für Autofahrer: rechts fahren, überholen, schnell zurück. Doch so wie der Holländer auf Alpensträsschen den Verkehr blockiert, so verstopft der Schweizer die Autobahnen.

Sieht er weit voraus einen dunklen Punkt, wechselt er nach links, schleicht sich langsam an den Lastwagen heran und kehrt viele Kilometer später auf die rechte Spur zurück. Wenn überhaupt. Und kaum hats drei Spuren, lässt er die rechte sowieso leer. Also liebe Autofahrer, nicht jammern, sondern selbst handeln: rechts fahren und viele Staus verschwinden fast von alleine. (mic)