«Scool» setzt sich aus den Wörtern School (für Schule), OL für «Orientierungslauf» und «cool» zusammen. Die Kinder und Jugendlichen laufen am School-Cup jeweils je zwei Orientierungsläufe.

Ob des Andrangs in Aarau waren die Organisatoren zufrieden: «Wir sind glücklich und begeistert», meinten Christoph Wildhaber, der Präsident des Aargauer OL-Verbandes, und Eva Martin, OK-Chefin des grössten Aargauer Schulsport-Anlasses und gleichzeitig des grössten gesamtschweizerischen Schul-OL-Wettkampfes. Gleiches hörte man von Jürg Hellmüller, dem Präsidenten des Schweizer OL-Verbandes. Er rühmte vor allem den Wettkampfort im Schachen, sowie die Kombination zwischen Leistungs- und Breitensport. Mit der Aargauer Nachwuchshoffnung Eline Gemperle und den beiden Zürchern Siana Senn und Reto Egger waren gleich drei Mitglieder des Junioren-Nationalkaders vor Ort. «Dies gibt dem Anlass ein Gesicht», sagte Hellmüller.

Alex Hürzeler ist kartenkundig

Begeistert zeigte sich auch Regierungsrat und Bildungs- und Sportdirektor Alex Hürzeler bei seinem Besuch im Schachen. Wie wohl keine zweite Sportart vereinigt der Orientierungslauf sein Departement: Sport mit Köpfchen und Fuss: «Schön, dass so viele Lehrpersonen mit ihren Schülern hier sind. Und besonders schön, dass sie diesen Schultag in der Natur verbringen», sagte der Regierungsrat. Ebenso gefalle ihm, dass der OL-Sport auf diese Weise nicht als Insider-Sport hinüberkomme, sondern erlebbar sei. Hürzeler selber bestreitet zwar den Orientierungslaufsport selber nicht aktiv, jedoch sei er ein sicherer Kartenleser und benötige auch bei Autofahrten kein GPS, meinte er.

Die Jugendlichen hatten am Morgen und am Nachmittag je eine OL-Bahn, entsprechend ihrem Alter und ihren Fähigkeiten, zu absolvieren. Nebst schnellen Beinen waren auch Konzentration und Achtsamkeit gefordert. Einige beherrschten dies schon ziemlich gut, bei anderen wäre wohl noch eine weitere Schul-OL-Stunde nötig gewesen. «Uns lief es gut», sagte etwa die 13-jährige Winta aus Küttigen. «Ich kannte das Gelände schon ein bisschen vom letzten Jahr und wir übten auch auf der Schulhaus-OL-Karte unseres Dorfes.»

Anders als die Lehrperson von Winta ging der Rütihöfler Lehrer Christoph Hegi, selber aktiver Marathon-Läufer, vor: Er lud mit Martina Erne-Hotz eine im Dorf wohnhafte Senioren-OL-Läuferin in die Schulstunde ein. Sie vermittelte den Schülern die Tipps und Kniffs des Orientierens. Anna Lachenmeier, Lehrerin aus Wohlen, vertraute auf ihr eigenes Trainingsrezept: «Ich habe mit den Schülern vor allem die Ausdauer trainiert», meinte sie. «Einen Testlauf haben wir nicht gemacht».

Über 100 Helfende

Eva Martin, welche dem Aargauer Scool-Cup das erste Mal vorstand, war froh um die Vorarbeiten ihrer Vorgänger. «Es gab wirklich nur wenige Dinge zum Optimieren», meinte sie. «Ich musste mich also nicht noch mit grossen Änderungen und Umwälzungen herumschlagen, und auch im OK-Team gab es nur wenig Wechsel.» Sie sei froh, auf einen grossen, treuen Helferstab zählen zu können. Über 100 Freiwillige, meist Pensionierte und Seniorinnen aus den acht Aargauer OL-Vereinen, waren dafür verantwortlich, dass der Anlass reibungslos und ohne organisatorische Zwischenfälle ablief. Geduldig hielten die Starthelfer die Schüler zurück und noch geduldiger halfen Lotsen den Irrläufern aus der Patsche, etwa vom Baum am Rande der Tartanbahn an die Tribünentreppe und vom kniffligen Knotenpunkt im Schachenwald zurück zur Pferderennbahn. Am Schluss fanden alle den Weg zum Ziel beim Rennbahngelände.

Für Nachwuchs beim OL

«Wir machen das zwar mit Freude und Begeisterung», meinte der Aargauer OL-Verbandspräsident Christoph Wildhaber, «doch es wäre schön, wenn der Tag nachhaltig ist. Heute holen wir die Kinder an der Basis ab, morgen laufen sie vielleicht auf einer der fest installierten Bahnen in Aarau oder Zofingen und übermorgen stehen sie das erste Mal selber am Start eines richtigen OLs.» Das wäre laut Wildhaber der Idealfall. Aber es sei auch schon schön, dass der Verband mit dem Scool-Tag etwas habe in Bewegung setzen können.

Die Ranglisten können unter www.scool.ch eingesehen werden.