Cannabis
Schweizer Teenies sind Weltmeister im Kiffen: Das sagen Aargauer Jugendliche

Wir sind Weltmeister - aber in einer unrühmlichen Disziplin: im Kiffen. Gemäss einer internationalen Befragung kiffen Schweizer Jugendlichen am meisten. Das sagen Aargauer Jugendliche dazu.

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Kiffen ist bei Schweizer Jugendlichen «in», zu diesem Schluss kommt eine internationale Schülerbefragung. Laut dieser hat jeder 5. Jugendliche schon an einem Joint gezogen.

Eine Umfrage von Tele M1 in Aarau zeigt ein ähnliches Bild. «Ich komme aus einem kleinen Dorf. Bei uns ist jeder zweite Jugendliche am Kiffen», sagt ein junger Passant zum Regionalsender. Ein anderer meint: «Wir Schweizer können es uns leisten, die meisten jedenfalls.»

Cannabis Gegnerin Milly Stöckli findet es erschreckend, dass viele Jugendliche lieber Gras rauchen, statt ein sinnvolles Hobby auszuüben. Für sie sind die heutigen digitalen Medien mitverantwortlich: «Ich kann mir vorstellen, dass man heutzutage einfach über WhatsApp und Instagram kommuniziert und nicht mehr einander in die Augen schauen kann.»

«Cannabis ist eine Droge, welche die meisten Jugendlichen unterschätzt», sagt Suchttherapeutin Chantal Verdun aus Lenzburg. Die Hälfte ihrer Patienten sind Kiffer. Etliche würden später unter Folgeschäden leiden. Man könne sich am Morgen nicht mehr aufraffen und werde immer depressiver. «Wenn man genetisch vorbelastet ist, kann sich auch eine Schizophrenie entwickeln. Bei einer ausgeprägten Form kann man nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt tätig sein und das Leben, wie man es kannte, nicht mehr führen.»

Verbote sind für sie aber nicht das beste Mittel. Sie würden nur wenig bei Jugendlichen bewirken. Am besten sei Prävention, vermittelt durch direkt Betroffene.

Ein Jugendlicher siehts mit Humor: «Swiss weed is the best weed», sagt er zum Reporter von Tele M1, der nachhakt, woher er das wisse. «Ich weiss auch nicht. Das sagt man sich einfach.» (fvo)