Rothrist

Schweizer Fahne gehisst – obwohl Baugesuch fehlt: «Die tut niemandem weh»

Riesige Schweizer Fahne über Rothrist

Riesige Schweizer Fahne über Rothrist

Während die Flagge laut dem Initianten «niemandem weh tut», kritisiert sie der Landschaftsschutz als «zu grossen Eingriff in die Natur». Was sagt die Bevölkerung dazu?

Am Born ob Rothrist liess Kurt Rüegger eine 64 Quadratmeter grosse Schweizer Fahne hissen, obwohl ihm die Bewilligung dazu noch fehlt. Das kritisiert die Stiftung Landschaftsschutz.

Es war wieder so weit: Mit Bergsteigern und vollem Körpereinsatz wurde die acht auf acht Meter grosse Flagge an der Felswand am Born gehisst.

Und das, obwohl die Initianten noch gar keine offizielle Genehmigung haben. Denn seit diesem Jahr brauchen Initiant Kurt Rüegger und seine Freunde eine Bewilligung, die riesige Schweizer Fahne aufzustellen.

Kurt Rüegger kümmert die Bürokratie wenig und zuckt mit den Schultern. «Die Fahne hängen wir auf, ob wir eine Bewilligung haben oder nicht. Die Fahne tut niemandem weh», sagt Rüegger gegenüber «TeleM1».

Das Baugesuch haben die Initianten trotzdem eingereicht, es ist beim Kanton hängig. «Es ist schade und äusserst bedenklich, dass man nicht abwarten will bis die Baubewilligung da ist», kritisiert Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz.

Er stört sich daran und sieht die Fahne als «zu grossen Eingriff in die Natur». «Weil sie nun die Fahne schon jetzt aufhängen, riskieren die Initianten eine Busse», so Rodewald weiter.

Die Fahne, die man als Autofahrer auf der A1 bei Rothrist gut am Born erkennt, stört bei einer Umfrage von Tele M1 niemanden. «Sieht gut aus, zeigt etwas den Nationalstolz der Schweizer», sagt selbst ein Deutscher.

Ob das auch bei den Behörden so aufgefasst wird? (nch)

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