Zofingen

Schwangere Asylbewerberin: «Der Vater meines Kindes ist der Gefängniswärter»

Asylbewerberin von Gefängniswärter geschwängert?

Asylbewerberin von Gefängniswärter geschwängert?

Ein Gefängniswärter soll der Vater des Kindes einer 23-jährigen schwangeren Asylbewerberin sein. Das behauptete eine Angeklagte an einem Prozess in Zofingen, während der Beschuldigte alles abstritt. Nun wird das Verfahren eingestellt.

Sie stand vor dem Bezirksgericht Zofingen - wegen diversen Diebstählen und Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Zur Verhandlung in Zofingen erschien die angeklagte 23-jährige Asylbewerberin im fünften Monat schwanger und behauptete kurzerhand in einem Nebensatz, dass der Vater ihres Kindes ein Gefängniswärter sein muss.

Tatort: Halboffener Vollzug

Nach der Verhandlung wollte die Asylbewerberin sowie auch ihre Verteidigerin gegenüber Tele M1 nichts mehr zu diesem Thema sagen.

Im halboffenen Vollzug in Winterthur soll es zum Sex zwischen der 23-jährigen Angeklagten und dem Gefängniswärter gekommen sein. Die abgewiesene Asylbewerberin musste hier im Januar eine mehrwöchige Strafe absitzen.

Gefängniswärter verstorben

Ob der Gefängniswärter die Asylbewerberin tatsächlich geschwängert hat, ist laut der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft aber unklar. Er stritt bei Befragungen stets ab, der Vater des Kindes zu sein.

Weitere Abklärungen zur Schwangerschaft sind schwierig durchzuführen. Denn der beschuldigte Gefängniswärter war vor kurzen völlig überraschend verstorben, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte.

Das Verfahren wurde deshalb eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft würde man nun nur noch genauer abklären, weshalb der Beschuldigte starb. Fremdverschulden könne man aber ausschliessen, betont die Staatsanwaltschaft.

Kein Gesetz

Ein Gesetz, das eine Beziehung zwischen einem Gefängniswärter und einem Häftling verbieten würde, besteht übrigens nicht. Viel eher ist dies in den Hausordnungen und Weisungen der Gefängnisse festgehalten.

Für den eigentlichen Prozess war die Geschichte nicht relevant. Trotzdem hatte auch die Staatsanwaltschaft überrascht, als die Angeklagte schwanger zur Verhandlung erschien: «Die Staatsanwaltschaft wusste nichts von einer Schwangerschaft der Angeklagten. Wir waren ebenfalls überrascht als sie die Geschichte erzählte, wie es denn zu der Schwangerschaft gekommen sein soll», so Erik Imhof von der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm. (az)

Meistgesehen

Artboard 1