Wahlen

Schulterschluss: Jetzt wirds doch noch spannend

Ihre Parteien gehen für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung ein: Markus Zemp (CVP), Matthias Jauslin (FDP) und Thomas Burgherr (SVP).

Ihre Parteien gehen für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung ein: Markus Zemp (CVP), Matthias Jauslin (FDP) und Thomas Burgherr (SVP).

Indem die bürgerlichen Parteien für die Wahlen im Herbst eine Listenverbindung eingehen, sorgen sie für Spannung. Und der Wahlkampf nimmt langsam aber sicher richtig Fahrt auf. Der Kommentar.

Der Nationalratswahlkampf schien im Aargau bisher vorhersehbar. Prognostiker waren sich einig: Die CVP holt den 16. Nationalratssitz, den der Aargau aufgrund seines starken Bevölkerungswachstums neu zugute hat – und alles andere bleibt, wie es ist. Doch mit der neuen bürgerlichen Listenverbindung SVP, FDP, CVP und EDU, der sich auch noch die BDP anschliessen kann, wenn sie will, werden die Karten neu gemischt. Die Bürgerlichen könnten mit der BDP statt bisher auf zehn auf elf, eventuell auf 12 Sitze kommen. Dies hat Wahlprognostiker Stephan Müller aufgrund seiner Wahlprognosen errechnet.

Damit nimmt der Wahlkampf richtig Fahrt auf. Natürlich auch, weil die drei traditionellen bürgerlichen Parteien erstmals seit 1999 wieder zur gemeinsamen Listenverbindung finden. Dass dies gerade jetzt gelingt, ist kein Zufall. SVP, FDP und CVP arbeiten in dieser Legislatur im Grossen Rat in wirtschafts-, finanz- und steuerpolitischen Fragen eng zusammen. Besonders deutlich zeigte sich dies bei der jüngsten Steuerreform und beim Sparpaket.

Möglich geworden ist diese Listenverbindung aber auch, weil FDP und CVP im Aargau rechts von ihrer Mutterpartei politisieren, und weil es die drei Parteipräsidenten gut miteinander können. Deswegen kann man vom Aargau auch nicht einfach auf andere Kantone schliessen. Im Aargau aber wissen jetzt BDP, GLP und EVP genauso wie SP und Grüne, wie zentral es für sie ist, die bestmögliche Listenverbindung zu finden. Denn wenn es ihnen nicht gelingt, räumen SVP, FDP und CVP ab.

Einzigartiger bürgerlicher Schulterschluss: Die Aargauer SVP, FDP und CVP gehen bei den Wahlen im Herbst eine Listenverbindung ein. Besonders die CVP könnte davon profitieren.

Einzigartiger bürgerlicher Schulterschluss

Die Aargauer SVP, FDP und CVP gehen bei den Wahlen im Herbst eine Listenverbindung ein. Besonders die CVP könnte davon profitieren.

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