Oberwil-Lieli
Schöne Lage, tiefe Steuern: Das Erfolgsrezept der reichsten Aargauer Gemeinde

Oberwil-Lieli profitiert von schöner Lage und tiefem Steuerfuss. Auch eine schlanke Verwaltung und ein haushälterischer Umgang mit dem Geld tragen zur guten Finanzsituation bei. Jedoch: Grössere Investitionen werden die Bilanz künftig belasten.

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Der 2200-Seelen-Gemeinde Oberwil-Lieli im Bezirk Bremgarten geht es gut. Selbstbewusst nennt sie sich «das Juwel am Mutschellen». Sie führt die Liste der finanziell bestgepolsterten Gemeinden nicht von ungefähr an. Schon 2010 konnten die Medien melden, Oberwil-Lieli sei der Einkommenskrösus des Kantons. Damals lag das durchschnittliche steuerbare Einkommen im Aargau bei 66 000 Franken, dasjenige von Oberwil-Lieli schwang mit 106 000 Franken weit obenaus.

Klar, die Gemeinde profitiert von ihrer guten Lage, von der Nähe zu Zürich, zum Flughafen und von der guten verkehrlichen Erschliessung. Dafür könne Oberwil-Lieli nichts, sagt Gemeindeammann Andreas A. Glarner, dafür sei man dankbar. Zudem habe man auch so gute Zahlen, weil einige grössere Investitionen noch anstehen. Glarner: «Dies schlägt im Resultat von 2012 noch nicht durch.» Die Bevölkerung schätze, «dass wir eine schlanke Verwaltung haben, mit dem Geld sehr haushälterisch umgehen und überall auf dem Schlauch stehen», sagt Glarner.

Sehr ausgezahlt habe sich der Entschluss, im Aargau steuerlich die Nummer eins zu werden. Das ist mit dem kantonsweit tiefsten Steuerfuss von 65 Prozent inzwischen erreicht. So konnte man einige sehr gute Steuerzahler halten, neue kamen dazu. (MKU)