Am späten Dienstagabend brannte in Aarburg plötzlich eine Garagenbox. Rund 50 Bewohner des betroffenen und des benachbarten Mehrfamilienhauses mussten für kurze Zeit evakuiert werden (die az berichtete).

Verletzt wurde niemand, und die Feuerwehr konnte das Feuer bald löschen. Doch der Sachschaden beträgt rund 100000 Franken. Die Kantonspolizei teilte mit, als Brandursache stehe «ein technischer Defekt im Vordergrund».

Nun ist klar, um was für einen Defekt es sich genau gehandelt hat. Ein sogenannter Lithium-Polymer-Akku (kurz: Li-Po-Akku) entzündete sich – er hatte sich überhitzt. Das berichtet Tele M1.

Allein in diesem Jahr hat es gemäss den Recherchen des Regionalsenders im Aargau schon fünf Mal gebrannt, weil sich ein Li-Po-Akku entzündete.

Ausser in Oftringen geschah das Anfang Februar in einem Würenlinger Zweifamilienhaus, Mitte Februar bei einem Wohnungsbrand in Burg, Mitte April in einem Hobbyraum in Kallern - und am Samstag vor einer Woche in Birmenstorf. Dort explodierte ein Akku in einem Bastelkeller. Danach musste ein ganzes Mehrfamilienhaus evakuiert werden.

«Die Folgen sind verheerend. Wir haben einen Gesamtsachschaden von mehreren hunderttausend Franken», sagt Kapo-Mediensprecher Bernhard Graser zu Tele M1. Bei den Bränden gab es Verletzte und tote Tiere; Wohnungen waren danach nicht mehr bewohnbar. Und in allen Fällen «im Zusammenhang mit dem unsachgemässen Umgang mit diesen Li-Po-Akkus».

Wie man einen solchen Akku korrekt einsetzt, lässt sich auf der Bedienungsanleitung nachlesen. (pz)

Li-Po-Akkus verursachen 5 Brände im Aargau

Li-Po-Akkus verursachen 5 Brände im Aargau

Schauen Sie sich hier an, wie ein Lithium-Polymer-Akku entzündet:

Hier entzündet sich ein Lithium-Polymer-Akku