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Schlechte Nachrichten am Valentinstag: Die Turteltaube ist vom Aussterben bedroht

Turteltaube ist vom Aussterben bedroht

Die Turteltauben im Beitrag von «Tele M1».

Der Valentinstag am 14. Februar ist bekanntlich der Tag der Turteltauben. Der Vogel seinerseits ist aber vom Aussterben bedroht.

«Turteltauben sitzen in der Balzzeit sehr eng zusammen und schnäbeln miteinander», sagt Christa Glauser, die stellvertretende Geschäftsführerin BirdLife Schweiz, dem TV-Sender Tele M1. Das Männlein füttere das Weiblein aus dem Kropf. Und genau dieses Turteln sei dann auf die Liebespaare übertragen worden, weil die das ganz ähnlich machen würden. 

Bei den Tauben sind die Zärtlichkeiten aber nur das Mittel zum Zweck, weiss der Taubenzüchter Peter Schmid. «Die Angebetete wird bezirzt, indem sie Futter bekommt und gestreichelt wird.» Dann würden die Männlein mit aufgeplustertem Gefieder einen Tanz aufführen. «Danach wird kopuliert und später Eier gelegt», erklärt Schmid. 

Trotz diesem intensiven Paarungsverhalten ist der Bestand in den letzten 30 Jahren um rund 80 Prozent eingebrochen. Im Mittelland gibt es noch knapp 200 Brutpaare. Das, weil es an Futter fehlt. «Die Turteltaube frisst Samen und Pflanzenteile, welche primär in Ackerbaugebieten vorkommen», erklärt Glauser dem TV-Sender.

Genau diese Pflanzen sind unter anderem wegen dem Einsatz von Herbiziden verschwunden. Finanzielle Anreize könnten laut BirdLife helfen, dass mehr Bauern auf Biodiversität setzen. Ausserdem wurde eine Kampagne mit dem Slogan «Rettet die Turteltauben» lanciert. Dann könnten in einigen Jahren am Valentinstag wieder viele Pärchen mehr miteinander turteln. (dgo)

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