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Schawinski wehrt sich gegen Verkauf von Radio 24 in den Aargau

Der Zürcher Radio-Unternehmer Roger Schawinski wehrt sich gegen den Verkauf von Radio 24 an den Aargauer Verleger Peter Wanner. Erst müsse die Frage einer Radiokonzession im Kanton Aargau geklärt werden.

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Radio 24 wird von der BT Holding AG von Verleger Peter Wanner übernommen. Schawinski ist dagegen.

Radio 24 wird von der BT Holding AG von Verleger Peter Wanner übernommen. Schawinski ist dagegen.

Chris Iseli

In einer Eingabe beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) verlangt Schawinski gemäss einer Mitteilung vom Dienstag, dass der Verkauf von Radio 24 an Wanner erst nach dem Vorliegen einer rechtsgültigen Radiokonzession im Kanton Aargau bewilligt wird.

Das Bakom und die Wettbewerbskommission müssen noch klären, ob die Wanner-Gruppe eine marktbeherrschende Stellung im Kanton Aargau hat. In früheren Stellungnahmen hätten die AZ Medien eine marktbeherrschende Stellung im Radiobereich immer mit dem Argument verneint, dass die grossen Zürcher Privatsender in Teile des Kantons Aargau einstrahlten.

Marktbeherrschende Stellung?

Durch einen Verkauf von Radio 24 werde diese marktbeherrschende Stellung der Wanner-Gruppe weiter verstärkt und das Bakom könne ihm nicht zustimmen, schreibt Schawinski. Derzeit gehört Radio 24 dem Zürcher Medienkonzern Tamedia.

Für das Radio-Versorgungsgebiet Aargau hatte 2008 das Radio Argovia, das zur Wanner-Gruppe gehört, die Konzession erhalten. Roger Schawinski, der mit seinem Projekt «Radio AG» unterlegen war, reichte dagegen Beschwerde ein. Der endgültige Entscheid steht noch aus.

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