Ein ganzes Nest voller kleiner, flauschiger Kaninchen. Wer wünscht sich das nicht zu Ostern? Sandra Heuberger aus Bözen hat dieses Glück. Und bald kommen weitere Jungtiere hinzu.

«Der Frühling ist die schönste Zeit», sagt die Kaninchenzüchterin. Jetzt kommen die Jungtiere auf die Welt (Beispiel natürlich im Video!) und jedes Mal, wenn sie ihren Hasenstall betritt, fragt sie sich, ob sich wohl irgendwo im weichen Heu ein neues Nest versteckt.

«Durchschnittsalter 60 Jahre plus»

Mit zehn Jahren hat Sandra Heuberger ihre ersten Kaninchen gezüchtet, 26 Jahre später ist sie immer noch mit Leidenschaft dabei. Als junge Frau ist sie eine Ausnahme: «Das Durchschnittsalter der Kollegen liegt bei 60 Jahren plus», sagt sie.

Dass ihr Hobby, das sie so liebt, eine Zukunft hat, dafür engagiert sich Sandra Heuberger in ihrer Funktion als Präsidentin der Abteilung Kaninchen des Aargauischen Kleintierzüchterverbands.

Vorsicht bei Oster-Übermut

Zwergwidder sind es, die die Dental- und Prophylaxe-Assistentin in ihrer Freizeit züchtet. Jene Jungtiere, die sich dafür eignen, werden später Ausstellungen besuchen. Seit 2001 ist Heuberger schweizerische Kaninchenexpertin. Das heisst, sie gehört zu jenen Experten, die die Kaninchen an den Ausstellungen bewerten. 

Jene Kaninchen, die sie nicht behalten kann, gibt sie an Zoohandlungen oder Familien. Allerdings warnt sie davor, im österlichen Übermut ein herziges Häsli anzuschaffen. Ein Tier, ob Chüngel oder nicht, solle man sich wohl überlegt ins Haus holen. «Man kann es nicht einfach in die Ecke stellen, wenn es langweilig wird.»

Aber mit etwas Glück wird es zu einem guten Freund. So wieder alte Rammler, der während des ganzen Interviews gut gelaunt an Sandra Heubergers Seite herumhoppelte und ab und zu kräftig auf den Tisch klopfte. 

Mehr Stimmen aus dem Aargau im Dossier zur Serie.