Am Sonntagnachmittag wurden bei einem Steinschlag am Gelmersee im Berner Oberland sechs Personen verletzt, eine davon schwer. Je ein Helikopter der Rega und der Air-Glaciers konnten die Verletzten bergen und ins Spital fliegen.

Es gebe keinen Hinweis auf Vermisste oder Todesopfer, teilte die Berner Kantonspolizei später am Sonntag mit.

Personal nicht betroffen

Oberhalb der Abgangsstelle befindet sich die Gelmerhütte, die der Sektion Brugg des Schweizer Alpen-Clubs SAC gehört.

Die Gelmerhütte des SAC Brugg ist seit 1926 in Betrieb.

Die Gelmerhütte des SAC Brugg ist seit 1926 in Betrieb.

Heinz Frei aus Untersiggenthal ist Präsident der Sektion Brugg und im Zentralvorstand des SAC Schweiz für die Hütten zuständig. Auf Nachfrage sagt er: «Ich hatte Kontakt mit dem Hüttenwart, das gesamte Hüttenteam war zum Zeitpunkt des Unglücks in der Hütte an der Arbeit und nicht vom Steinschlag betroffen.»

Der Blick ins Reservationsbuch habe zudem gezeigt, dass die Verletzten keine Wanderer gewesen seien, die man für eine Übernachtung erwartet hätte.

Dennoch beschäftige der Steinschlag das Personal und die Mitglieder, sagt Frei: «Die Nachricht hat uns betroffen gemacht und unsere Gedanken sind bei den Verletzten.» Die Stimmung auf der Hütte sei entsprechend gedrückt gewesen.

Zugang und Betrieb gewährleistet

Der Weg zur Gelmerhütte sei auf einer zweiten, unbetroffenen Route sichergestellt und der Betrieb gewährleistet. Gäste, die sich für die nächsten Tage angemeldet hätten, würden ordnungsgemäss erwartet. Es habe nur sehr ganze wenige Abmeldungen gegeben.
Der Alarm zum Steinschlag am Gelmersee war am 20. August um 13.10 Uhr bei der Berner Kantonspolizei eingegangen. Der auf 1850 Metern über Meer gelegene Stausee der Kraftwerke Oberhasli oberhalb von Guttannen ist ein beliebtes Ziel für Wanderer in der Grimselregion.