Schafisheim
Rudolf-Steiner-Schule: «Befinden uns in angespannter Situation»

Schwere Vorwürfe gegen die Rudolf Steiner Schule in Schafisheim stehen im Raum. Drei Elternpaare wollen nun dank einem Anwalt Antworten von der Schule erhalten. Diese bedauert derweil, die Signale der Eltern nicht früher wahrgenommen zu haben.

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Unter Beschuss: Die Rudolf-Steiner-Schule in Schafisheim.

Unter Beschuss: Die Rudolf-Steiner-Schule in Schafisheim.

Annika Bütschi

Mobbing, verbale und körperliche Gewalt, Unterdrückung: Das sind die massiven Vorwürfe, die mehrere Eltern an die Rudolf-Steiner-Schule in Schafisheim richten. Die Eltern haben sich an den Kinderschutz in Baden und an die zuständige Stelle beim Bildungsdepartement gewandt (die az berichtete). Die Schule selbst hat noch keine Stellung genommen.

Deshalb haben sich drei Elternpaare einen Anwalt genommen. Doch auch ihm gegenüber blieb die Schule jegliche Antworten schuldig. In einem Beitrag von «Schweiz aktuell» von SRF spricht Willy Bolliger davon, dass die Schule mit «abtauchen, abweisen, zurückweisen» reagiere. Er habe den Eindruck, dass die Schule nicht möchte, dass jemand kritische Fragen stellt.

Gegenüber «Schweiz aktuell» hat die Schule nun in einer schriftlichen Antwort durchblicken lassen, dass die Vorwürfe nicht aus der Luft gegriffen sind. So schreibt die Schule: «Wir bedauern, dass wir frühere Signale der Eltern offensichtlich nicht richtig wahr- und aufgenommen haben und wir uns nun in dieser angespannten Situation befinden. Wir analysieren die Vorwürfe.»

Anwalt Willy Bolliger hat unterdessen einen eingeschriebenen Brief an die Schule geschickt, mit einer Liste von Fragen. Bis Ende Dezember soll die Schule Antworten zu Themen geben wie Gewalt, Mobbing oder der Qualifikation der Lehrer. Die Eltern würden viel Geld für die Privatschule zahlen und hätten doch das Recht zu erfahren, wie von wem ihre Kinder unterrichtet werden, begründet er sein Vorgehen. (pz)

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