Aargau

RS-Virus auch im Aargau, aber nicht in allen Regionen

Säuglinge mit Verdacht auf RSV Infektion werden untersucht. (Symbolbild)

Säuglinge mit Verdacht auf RSV Infektion werden untersucht. (Symbolbild)

Kleinkinder mit Husten, Bronchitis und Atemnot: Viele Kinder haben sich mit dem RS-Virus infiziert. Allerdings verzeichnen nur die zwei Kantons- spitäler Baden und Aarau vermehrt Krankheitsfälle.

Laut dem Online-Portal 20Minuten.ch wurden die Notaufnahmen der Spitäler in Bern und Zürich über Neujahr von Eltern mit Kindern überrannt, die Symptome zeigten wie Schnupfen, hohes Fieber und Atemnot. Ursache dafür sei das RS-Virus (Respiratorische-Synzytial-Virus).

RSV auf der Achse Baden-Aarau

Eine Umfrage im Aargau ergibt ein differenziertes Bild. Marco Bellafiore, Mediensprecher am Kantonsspital Baden, sagt: «In den letzten 14 Tagen sind RSV-Fälle gehäuft aufgetreten.» Das Virus tauche jeden Winter auf, alle zwei bis drei Jahre jedoch gehäuft. «Und jetzt haben wir wieder so ein Jahr.» In Baden würden gegenwärtig täglich rund 15 Kinder mit Verdacht auf RSV untersucht. Ein bis drei Kinder müssten jeweils in Baden hospitalisiert werden.

RS-Virus auch im Aargau

RS-Virus auch im Aargau

Im Kantonsspital Aarau sind ebenfalls Kinder mit dem RS-Virus behandelt worden. «Die Fälle bewegen sich im normalen jahreszeitlichen Rahmen», erklärt Daniela Hunziker von der Medienstelle des KSA, eine extreme Häufung sei nicht festzustellen.

Gar keine Fälle melden Spitäler an der Peripherie. In den drei Spitälern Menziken, Muri und Laufenburg sind in den letzten Tagen keine Kinder behandelt worden, die sich mit dem RS-Virus infiziert haben.

Virus tritt jeden Winter auf

Das Bundesamt für Gesundheit BAG erklärt auf seiner Website, das RS-Virus sei verantwortlich für die meisten Fälle von akuter Bronchitis bei Säuglingen und kleinen Kindern. Das Virus verursache jährliche Epidemien im Winter. Laut BAG ist das RS-Virus weltweit verbreitet. Es sei bei Säuglingen die häufigste Atemwegsinfektion und führe bei 1 bis 2 Prozent der Kleinkinder zur Spitaleinweisung. Gründe seien Atemnot, ungenügende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Die Ansteckungsfähigkeit bestehe 1 bis 5 Tage.

Eine Impfung gebe es nicht, schreibt das BAG und die Therapie könne nur Symptome lindern. Auch eine bleibende Immunität hinterlässt die Erkrankung nicht, das Virus kann Personen jeden Alters erneut anstecken. Als Schutz empfiehlt das BAG deshalb, Säuglinge und Kleinkinder von hustenden und fiebernden Personen fernzuhalten.

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