Regierungsrat

Roth-Nachfolge: Zwei Männer nominiert, drei Frauen im Gespräch

SVP und Grüne haben ihre Kandidaten schon, die FDP stellt der Basis eine Frau und eine Mann zur Auswahl. Bei den anderen Parteien stehen drei Frauen im Gespräch.

Wer holt sich den freien Sitz in der Kantonsregierung nach dem Rücktritt von Franziska Roth? Einige Pflöcke sind schon eingeschlagen: Die Grünen wollen den Sitz mit dem Arzt und Grossrat Severin Lüscher zurückholen.

Der FDP-Basis stellen sich für eine Kandidatur zwei Grossräte zur Auswahl: die Energiespezialistin und Gemeinderätin von Möriken-Wildegg, Jeanine Glarner, sowie Gérald Strub, Gemeindeammann von Boniswil.

Die SVP will den Sitz wie die Grünen mit einem Mann verteidigen, mit ihrem Fraktionschef im Grossen Rat, Jean-Pierre Gallati. Stefan Giezendanner, der von führenden SVP-Politikern aus Bern gefragt worden war, ob er Interesse habe, verzichtet angesichts der Kandidatur Gallati gern. Er freue sich sehr, Gallati geniesse sein volles Vertrauen. Giezendanner: «Er ist die bestmögliche Besetzung über die Parteigrenzen hinaus.»

SP informiert am 21. Juli über Vorschläge für den Parteitag

Für sie habe sich die Ausgangslage durch die Bekanntgaben von FDP und SVP nicht verändert, sagt SP-Präsidentin Gabriela Suter: «Uns war klar, dass alle Regierungsparteien antreten werden. Für uns steht im Vordergrund, wen wir nominieren.» Die Geschäftsleitung der Kantonalpartei und die Bezirksparteien seien im Gespräch mit mehreren Personen. Namen müssen der Geschäftsleitung bis Ende nächster Woche gemeldet werden. Klar ist, so Suter: «Wir wollen eine Frau nominieren.»

Am 21. Juli werde die Geschäftsleitung über Vorschläge zuhanden der Basis informieren. Als mögliche Kandidatinnen im Gespräch sind in den Medien SP-Nationalrätin Yvonne Feri, aber auch die frühere Grossratspräsidentin und stellvertretende Lehrerverbands-Geschäftsführerin Kathrin Scholl. Scholl sagt dazu, es sei eine Option gewesen, weil die Herausforderungen dieses Departements spannend sind. Sie habe die Prioritäten aber anders gesetzt.

CVP: Nomination nicht auf Biegen und Brechen

Derzeit finden auch in der CVP Gespräche mit möglichen Kandidierenden statt, so Präsidentin Marianne Binder. Eine allfällige Nomination ist im August angesetzt. Entscheidend seien Eignung und Kompetenz, gerade auch angesichts der Herausforderungen im Gesundheitsdossier.

Und da habe die CVP das Privileg, gewichtige Persönlichkeiten in den Reihen zu haben: «Trotz der gedrängten Zeit muss aber Raum sein für sorgfältige Abklärungen, gerade auch für mögliche Kandidierende. Auf Biegen und Brechen zu nominieren, kommt für uns nicht infrage.» Von Anbeginn immer wieder als mögliche Kandidatin genannt werden in den Medien vorab die CVP-Nationalrätin und Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel, sowie die Grossrats-Vizepräsidentin und Präsidentin des kantonalen Spital- und Heimverbandes Vaka, Edith Saner.

Intensive Überlegungen macht man sich auch in der GLP. Die Bezirkspartei Baden hat schon mal den neuen Grossrat Gian von Planta als Kandidaten vorgeschlagen. Man hört auch immer wieder den Namen der Fraktionschefin im Grossen Rat, Barbara Portmann.

Die Gespräche intern laufen, so Präsident Beat Hiller. Am 9. August findet eine Mitgliederversammlung statt. Da soll erst geklärt werden, ob die GLP antreten soll. Falls die Basis Ja sagt, schlage der Vorstand sofort eine Person vor, so Hiller. Dies, weil die Zeit bis zur Wahl am 20. Oktober knapp ist. (mku)

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