Synode
Römisch-katholische Kirche zeigt sich familienfreundlich

Die römisch-katholische Kirche im Aargau will sich als attraktive Arbeitgeberin positionieren. Das neue Personalreglement sieht fünf Wochen Ferien für alle Angestelltensowie eine zusätzliche Kinder- und Ausbildungszulage vor.

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Die neue Kirchenrätin Dorothee Fischer und der scheidende Kirchenrat Georg Umbricht.

Die neue Kirchenrätin Dorothee Fischer und der scheidende Kirchenrat Georg Umbricht.

Zur Verfügung gestellt

Die Synode der römisch-katholischen Kirche unter der Leitung von Präsidentin Bernadette Bernasconi verlief speditiv und reibungslos. Für den nach neun Jahren Amtsdauer aus dem Kirchenrat zurückgetretenen Georg Umbricht wurde Dorothee Fischer-Hollerbach, Gemeindeleiterin ad interim in Windisch, als Nachfolgerin gewählt.

Am meisten Diskussionsstoff bot das letzte Traktandum, die neue Personalverordnung. Die Versammlung diskutierte grundsätzliche Fragen zur Rechtsform der Anstellungen und zur Verbindlichkeit der neuen Bestimmungen aufgrund von Anträ-gen aus der Kirchgemeinde Lenzburg und dem Fricktal. Dabei folgten die Synodalen dem Bestreben des Kirchenrates zur Einheitlichkeit der
Anstellungsbedingungen – mit Ausnahme der Lohnautonomie – in der römisch-katholischen Kirche im Kanton Aargau. Als staatlich anerkannte, öffentlich-rechtliche Körperschaft wird die römisch-katholische Kirche zukünftig alle Mitarbeitenden öffentlich-rechtlich anstellen. Neu werden ihnen für die gesamte Anstellungsdauer fünf Wochen Ferien pro Jahr sowie eine zusätzliche Kinder- und Ausbildungszulage von 150 Franken pro Kind und Monat (ab einer 60-Prozent-Anstellung) gewährt.

Kirchenratspräsident Luc Humbel betonte, dass die Kirche damit als fortschrittliche und familienfreundliche Arbeitgeberin einen Meilenstein gesetzt habe. Das neue Reglement gilt für die katholische Landeskirche ab dem 1. Januar 2015, Kirchgemeinden und Kirchgemeindeverbände überführen ihre Anstellungsverhältnisse bis Ende 2016. In der Schluss-
abstimmung fand das neue Personalreglement eine sehr grosse Mehrheit bei nur einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen. (az)