Einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub erachtet der Bundesrat nach wie vor als zu teuer. Stattdessen hat er nun Alternativen präsentiert, welche vor allem die Kantone und Gemeinden in die Pflicht nehmen.

Hauptgrund der Ablehung sei die finanzielle Dimension. Der Vaterschaftsurlaub würde nach Berechnungen des Bundes rund 420 Millionen Franken pro Jahr kosten. "Dies würde die Wirtschaft mit zusätzlichen Abgaben belasten und die Unternehmen vor grosse organisatorische Herausforderungen stellen", heisst es in der Botschaft des Bundesrats.

Die Aargauer Grünen-Nationalrätin und werdende Mutter Irène Kälin ärgert sich über den Bundesrat. Für sie wäre es wichtig, dass eine junge Familie gemeinsam starten und so die Rollenverteilung frei wählen könnte. So werde einem das Rollenverständis aufgezwungen.

Anders sieht das Benjamin Giezendanner. Der SVP-Grossrat wird bald zum zweiten Mal Vater. Er findet, Vaterschaftsurlaub sei Privatsache. «Die Zeit nehme ich mir aus meinen privaten Ferien oder ich nehme unbezahlten Urlaub», sagt er zu Tele M1. (sda/AZ)