Aarau

Roggenhausen: Das Restaurant wird umgebaut und aufgepeppt

Für die Totalsanierung des Restaurants im Wildpark Roggenhausen haben die Aarauer Ortsbürger zwei Projektierungskredite bewilligt.

Für die Totalsanierung des Restaurants im Wildpark Roggenhausen haben die Aarauer Ortsbürger zwei Projektierungskredite bewilligt.

Die Aarauer Ortsbürger lassen eine Totalsanierung des Restaurants im Wildpark Roggenhausen projektieren.

Der Wildpark Roggenhausen, von vielen «Roggi» genannt, ist den Aarauern lieb – und den Ortsbürger teuer. Insbesondere jetzt, wenn es darum geht, im Restaurant einen Totalumbau vorzunehmen.

«Ohne Sanierung könnte der Betrieb in den weiteren Jahren nicht aufrecht erhalten werden», hat der Stadtrat in seinem Bericht an die Ortsbürgergemeindeversammlung geschrieben. Diese bewilligte am Montag zwei Projektierungskredite im Gesamtumfang von 374'000 Franken. Allerdings nicht ohne Diskussionen. Umstritten war die mögliche Einrichtung von zwei 3-Zimmer-Wohnungen in der heutigen 8-Zimmer-Wirtewohnung.

Künftig eine Filiale eines grösseren Gastro-Betriebs

In welchen Dimensionen sich das Bauvorhaben bewegt, zeigt eine Grobkostenschätzung. Laut dieser müssten 4,45 Millionen Franken investiert werden. Davon würden die zwei Wohnungen 950'000 Franken kosten.

Der Wildpark und das Restaurant waren schon bisher für die Ortsbürgergemeinde ein Zuschussbetrieb. Und sie werden es auch künftig sein. «Das Umsatzpotenzial bleibt auch nach der Sanierung limitiert und lässt eine vollständige Umlage der Investitionskosten auf die Miete kaum zu», schreibt der Stadtrat.

Die beigezogenen Gastrokonzept-Experten beurteilen die Rahmenbedingungen für eine ganzjährige öffentliche Ess-Gastronomie als «eher kritisch». Sie raten dazu, eher kleine Brötchen zu backen: «Ein schlankes Konzept mit attraktivem Gastraum, optimierten Betriebsabläufen sowie allenfalls eine Führung des Restaurants als Zweit- oder Drittbetrieb wird als unumgänglich beurteilt.» Also kein reiner «Roggenhausen»-Wirt mehr.

Gemäss den Vorstellungen der Experten und des Stadtrates wird sich der Restaurantbetrieb künftig auf ein Geschoss konzentrieren. Gaststube und Säli werden zu einem Raum (60 Plätze) zusammengelegt, die Küche von der Seite Wildschweine auf die Seite Steinböcke (dort wo heute der Haupteingang ist) verlegt.

Die Küche erhält eine Fensterausgabe (Kiosk, Buvette) in Richtung auf den Vorplatz zwischen Haus und Strasse, wo sich die künftige Selbstbedienungs-Gartenwirtschaft befinden wird. Die heutige Terrasse wird völlig neu gebaut, der Eingang ins Restaurant soll durch die Tenne erfolgen. Es wird getrennte WC für Restaurant- und Parkbesucher geben.

Noch ist vieles offen. Jetzt erfolgt die Ausarbeitung eines Bauprojekts. Die Kreditgenehmigung ist für Sommer 2021 geplant. Im Idealfall kann das neue «Roggenhausen» im Sommer/Herbst 2022 eingeweiht werden.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

Meistgesehen

Artboard 1