Ende Februar lebten im Aargau 4594 Asylsuchende. Davon befinden sich 2350 im laufenden Verfahren, 2212 sind vorläufig Aufgenommene, und bei 26 Personen wurde der Vollzug ausgesetzt.

Aktuell gibt es 74 kantonale Asylunterkünfte (inklusive unterirdischer Notspitäler). In diesen Wochen jedoch musste respektive muss der Kanton mehrere Unterkünfte wegen zeitlich beschränkter Nutzung schliessen: die unterirdischen im Kommandoposten Liebegg (Gränichen) und im Notspital Baden sowie jene beim Pflegezentrum Zofingen. Rund 500 Plätze fallen weg.

«Die Schliessungen können wie geplant umgesetzt werden», sagt Anja Kopetz, Sprecherin des Departements Gesundheit und Soziales. Auch in Laufenburg müssen die Asylbewerber bald ausziehen: Laut Kopetz hat der Vermieter der «Villa Balteschwiler» Eigenbedarf angemeldet und dem Kanton per 31. Juli gekündigt. Die Bewohner werden dann in andere kantonale Unterkünfte umziehen.

Erfahrungsgemäss steigt jetzt im Frühling die Zahl der Zuweisungen wieder an. So braucht der Kanton zeitnah Ersatz für die wegfallenden Plätze. Die Unterkunft im ehemaligen A3-Werkhof in Frick ist für maximal 180 Personen ausgelegt. «Sie wird ab dem 12. April etappenweise bezogen», sagt Anja Kopetz.

Wie gross die Etappen sein werden, hange von der Zuweisungssituation ab. Da man aber erwarte, dass im Frühling die Zuweisungen saisonal bedingt anstiegen, sei davon auszugehen, «dass die Unterkunft einige Wochen nach dem Bezugsbeginn ziemlich ausgelastet sein wird.»

Weitere Plätze wurden bereits in Unterentfelden geschaffen: Am 22. März eröffnete dort eine Unterkunft im ehemaligen Gasthof Rössli. Darüber hinaus gibt es laut Anja Kopetz keine weiteren Projekte, die «zum jetzigen Zeitpunkt kommuniziert werden können».

Man beobachte die Situation ständig. Auch eine Unterbringung in temporären mobilen Unterkünften – wie in den letzten Sommern in Aarau in Armeezelten – sei weiterhin eine Möglichkeit. Dies hange jedoch stark von der Zuweisungssituation ab. (rio)