Fall Ingo Malm
Ritalin-Arzt Malm stellt Fehldiagnose - Patient (28) tot

Der deutsche Arzt aus Rudolfstetten, der wegen seiner exzessiven Ritalin-Abgabe im Kreuzfeuer der Kritik steht, soll einen bösartigen Hautkrebs nicht erkannt haben. Nun ist der 27-jährige Patient verstorben. Der Kanton untersucht diese Vorwürfe.

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Ingo Malm

Ingo Malm

Tele M1

Wie Tele M1 berichtet, erhebt der Vater des verstorbenen jungen Mannes schwere Vorwürfe gegen den Arzt. Im März dieses Jahres wurde bekannt, dass der Arzt, der bis anhin «nur» mit Vorwürfen wegen ausserordentlich hoher Behandlungskosten, unbewilligter Medikamentenabgabe, fingierten Rechnungen oder Ehrverletzung konfrontiert wurde, auch einen Hautkrebs nicht erkannt haben soll.

Wie der «Beobachter» publik machte, soll Malm 2011 bei einem damals 27-Jährigen einen Tumor zuerst mit einem Lipom - einer harmlosen Fettgeschwulst - verwechselt, dann die darunter liegende Blutung für ein Hämatom gehalten haben. Zwei Monate später musste Malm beim selben Patienten erneut Gewebe entfernen - ohne histologische Untersuchung, wie der «Beobachter» betont.

Der junge Mann wurde dann im Militärdienst von einem anderen Arzt untersucht, welcher bösartigen Hautkrebs diagnostizierte. Am Samstag verstarb der ehemalige Patient Malms. Er hinterlässt eine Frau und ein einjähriges Kind. Malm selbst will wegen des laufenden Verfahrens keine Stellung nehmen, wie Tele M1 berichtet. (cls)