Innert weniger Tage erreichte Lukas Spichiger 200 Unterschriften für seine Petition. Darin forderte er den Aargauer Veterinärdienst auf, in jedem Fall von einem Abschuss des Hallwiler Kaimans abzusehen. Die Aargauerzeitung berichtete.

Der Ausschlag für die Aktion des 17-jährigen aus Biberist gab eine Aussage des Sprechers der Kantonspolizei Aargau: «Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, müssen wir das Tier erschiessen.» Auch wenn diese Option nur im Notfall zum Zuge kommen sollte, wollte Lukas Spichiger kein Risiko eingehen. Der Kaiman soll, «wenn er gefunden wird, nicht abgeschossen, sondern in eine artgerechte Unterkunft verlegt» werden, «wo gut zu ihm geschaut wird».

Dies ist das Antwortschreiben, welche Lukas Spichtig vom Kanton Aargau erhielt.

Das Antwortschreiben des Kantons

Dies ist das Antwortschreiben, welche Lukas Spichtig vom Kanton Aargau erhielt.

Am Montagmittag kontaktierte Lukas Spichiger die Aargauer Zeitung und legt das Antwortschreiben des Departements Gesundheit und Soziales des Kanton Aargau bei. Darin heisst es, dass eine Arbeitsgruppe gebildet wurde, welche über die Angelegenheit des Kaimans im Hallwilersee beraten habe. Die Expertengruppe kam zum Schluss, dass «im Falle einer Sichtung des Kaimans primär versucht wird, diesen einzufangen und an einem geeigneten Platz zu platzieren.»

Somit beabsichtige der Kanton Aargau bereits jetzt, den Forderungen der Petition nachzukommen, weshalb keine weiteren Massnahmen geplant seien, so das Schreiben weiter.

Lukas Spichiger ist mit dieser Antwort zufrieden, wie er gegenüber der Aargauer Zeitung bestätigt: «Sie schreiben, dass sie gleicher Meinung sind wie ich. Nun hoffe ich, dass der Kaiman an einen guten Ort gebracht wird, wenn er gefunden wird.» Ein bisschen Angst bliebe jedoch schon. Trotzdem seien momentan keine weiteren Schritte geplant.