Challenge League
René Weiler: «Schneller denken, schneller spielen»

Der Trainer mit fas hellseherischen Fähigkeiten: Was sich Aaraus Trainer René Weiler für das Spiel gegen Winterthur wünscht: Allen voran Spieler mit Köpfchen. Weiler spricht von Integration Charakterstärke und den Hauptaufgaben eines Trainers.

Ruedi Kuhn
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Aaraus Trainer Rene Weiler lebt an der Seitenlinie mit seinem Team mit.Alexander Wagner

Aaraus Trainer Rene Weiler lebt an der Seitenlinie mit seinem Team mit.Alexander Wagner

René Weiler, haben Sie hellseherische Fähigkeiten?

René Weiler: (lächelt) Hellseherische Fähigkeiten? Warum fragen Sie?

Fussballfans halten ihrem FC Aarau die Treue
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Christian (38) mit Nico (5) und Yanik (8) Schumacher aus Rottenschwil. «Der heutige Besuch im Stadion ist ein Kinderausflug.» Christian (38) mit Nico (5) und Yanik (8) Schumacher aus Rottenschwil. «Der heutige Besuch im Stadion ist ein Kinderausflug.»
Röbi (22) aus Unterkulm und Dominic (22) aus Oberkulm. «Ein neues Stadion muss her und damit wird der FC Aarau auch wieder aufsteigen.» Röbi (22) aus Unterkulm und Dominic (22) aus Oberkulm. «Ein neues Stadion muss her und damit wird der FC Aarau auch wieder aufsteigen.»
Max Itin (70) aus Holderbank und Jürg Frey (42) aus Buchs besuchen seit rund dreissig Jahren die Spiele des FC Aarau.
Luca Lenzin (12) aus Küttingen und Luca Kasper (12) aus Frick spielen für den Nachwuchs des FC Aarau. Sie glauben, der FC Aarau steigt bald wieder auf. Luca Lenzin (12), Küttigen, und Luca Kasper (12), Frick, spielen für den Nachwuchs des FC Aarau. Sie glauben, der FCA steige bald wieder auf.
Karin (15) und Doris (45) Fehlmann aus Gränichen.
Simon Hochuli (33) und Michèle Mahrer (23) aus Schöftland hoffen auf einen Aufstieg des FCA im nächsten Jahr.

Fussballfans halten ihrem FC Aarau die Treue

Aargauer Zeitung

Sie haben den FC Winterthur vor der Saison als Aufstiegsfavorit der Challenge League bezeichnet. Vor dem heutigen Fernsehspiel in Aarau sind die Zürcher tatsächlich an der Tabellenspitze klassiert...

... der FC Winterthur ist eine routinierte und stabile Mannschaft ohne Schwachpunkte. Innerhalb des Kaders gab es im Hinblick auf diese Saison kaum Veränderungen. Winterthur ist also ein eingespieltes Team. Das zahlt sich aus.

Ist Winterthur besser als Aarau?

Die Tabelle lügt nicht. Der FC Aarau muss erst einmal die vielen Abgänge kompensieren und die neuen Spieler integrieren. Ein solcher Prozess braucht Zeit, deshalb darf die Erwartungshaltung in dieser Saison nicht zu hoch sein. Umso mehr, als dass der Verjüngungsprozess innerhalb des Teams mit den Transfers von Spielern wie Daniele Romano, Roman Buess und Florian Berisha andauert.

Ist der FC Aarau im heutigen Fernsehspiel gegen Winterthur also Aussenseiter?

Sagen wir es mal so: Winterthur ist leicht favorisiert. Der FC Aarau ist aber alles andere als chancenlos und will jedes Spiel gewinnen. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Da kann jeder jeden schlagen.

Wo liegen die Stärken und die Schwächen der Aarauer?

Die Mischung aus Routiniers und Talenten stimmt. Teamgeist und Charakterstärke sind intakt. Der Ehrgeiz ist da. Zu verbessern gilt es die Dynamik und die Zielstrebigkeit. Zudem wünsche ich mir noch mehr Leidenschaft und Herzblut. Steigerungspotenzial gibt es vor allem in den Köpfen. Die Spieler müssen künftig schneller denken, schneller spielen und vermehrt bereit sein, an ihre äussersten Grenzen zu gehen.

So wie das beispielsweise Rechtsverteidiger Silvan Widmer tut?

Silvan Widmer zeigt, was ein Spieler mit Talent, unbändigem Einsatz, Ehrgeiz, gesundem Selbstbewusstsein und Intelligenz herausholen kann. Er ist lernfähig und hat deshalb in den vergangenen Monaten Fortschritte gemacht.

Was ist Ihre Hauptaufgabe als Trainer?

Ich möchte Tag für Tag das Beste aus der Mannschaft herausholen. Das wahre Potenzial kann der Spieler aber nur selbst abrufen. Ein Trainer verhindert weder grosse Karrieren noch formt er aus einem Durchschnittsspieler einen Star. Ein Trainer sollte aber mögliche Fähigkeiten erkennen und fördern können. Das ist mein Ziel.