Aarau
Rekordgewinn bei AKB - Bank schüttet Kanton so viel Geld aus wie noch nie

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) präsentiert für 2013 einen Jahresgewinn von 104,1 Millionen Franken – so viel wie noch nie. In die Staatskasse fliessen 65 Millionen Franken.

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«Ein erfolgreiches Jahr 2013»: AKB-Chef Rudolf Dellenbach. (Archiv)

«Ein erfolgreiches Jahr 2013»: AKB-Chef Rudolf Dellenbach. (Archiv)

Mathias Marxq

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat den höchsten Jahresgewinn in ihrer Geschichte erzielt. Sie blickt gemäss Mitteilung «auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück». Der Jahresgewinn erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 104,1 Millionen. Damit überschreitet die AKB erstmals die 100 Millionen-Gewinnmarke.

Davon profitiert auch der Kanton Aargau: In seine Kasse fliesst eine Rekordablieferung von 65 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr hat sie sich um eine Million erhöht.

Ausserdem überweist die AKB dem Kanton Aargau aus Anlass ihres 100-jährigen Jubiläums eine Jubiläumsausschüttung von 10 Millionen.

Hinzu kommen 9 Millionen für die Abgeltung der Staatsgarantie sowie 4,7 Millionen für die Verzinsung des Dotationskapitals. Die gesamte Entschädigung an den Kanton Aargau beläuft sich somit auf 88,7 Millionen (Vorjahr 77,4 Millionen). Auch dies ist ein Rekord: Das ist die höchste Entschädigung an den Kanton seit ihrem Bestehen.

Auch Bilanzsumme gesteigert

Der Bruttogewinn bleibt mit 203,8 Millionen praktisch auf Vorjahresniveau (204,5 Mio.). Das Betriebsergebnis liegt mit 174,4 Millionen leicht über dem Vorjahr von 174,2 Millionen. Im Zinsgeschäft verzeichnet die AKB einen Rückgang von 1,9 Millionen oder 0,7%, von 267,4 Millionen auf 265,5 Millionen. Die Bilanzsumme erhöht sich um 3,2% und steigt von 21,5 Milliarden auf 22,2 Milliarden.

Stark zugelegt habe die AKB laut Mitteilung beim Neugeldzufluss. Sie weist im Berichtsjahr Nettoneugelder (Net New Money) von 1,3 Milliarden aus. «Wir hatten einen hohen Zuwachs bei den Privatkunden, aber auch bei grösseren Unternehmen und institutionellen Kunden, die viel Wert auf Sicherheit legen und sich bei uns gut aufgehoben fühlen», wird AKB-CEO Rudolf Dellenbach in der Mitteilung zum massiven Neugeldzufluss zitiert.

Für 2014 rechnet AKB mit schlechterem Ergebnis

Die Aargauische Kantonalbank rechnet für ihr Geschäftsjahr 2014 mit einem tieferen Ergebnis als in 2013. «Die Gründe liegen im tiefen Zinsumfeld, in allfälligen Auswirkungen des erhöhten Kapitalpuffers und zusätzlicher Massnahmen auf das Hypothekargeschäft», begründet dies CEO Rudolf Dellenbach. Erergänzt: «Des Weiteren in unserer strategischen Entscheidung, im Anlagegeschäft ab 2014 sämtliche Retrozessionen an die Kunden weiter zu geben sowie im Wegfall der jährlichen Dividende der verkauften AKB Privatbank Zürich AG.»

Die AKB hat ihre Tochtergesellschaft AKB Privatbank Zürich AG per 30. Juni 2013 an die Privatbank IHAG Zürich AG verkauft. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.